Speyer

Kinder-Uni „Die Reise zum Mond“ im Technoseum / Kinoorgel untermalt Stummfilm

Dieses Musikinstrument kann auch hupen

Von unserem Redaktionsmitglied

Eileen Blädel

Mannheim. Bei der Kinder-Uni geht es am Samstag, 9. Juni, um 15 Uhr im Mannheimer Technoseum ins All: Gezeigt werden Ausschnitte aus „Die Reise zum Mond“. Der Film von dem Franzosen Georges Méliés aus dem Jahr 1902 erzählt die Geschichte von sechs Wissenschaftlern, die in einer Kapsel zum Mond fliegen und dort verrückte Abenteuer erleben.

Doch es wird noch ein bisschen spektakulärer: Da es sich um einen Stummfilm handelt, wird Christiane Michel-Ostertun für den – im wahrsten Sinne des Wortes – richtigen Ton sorgen. Die Mannheimer Organistin und Professorin für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation bringt die Kinoorgel zum Klingen. Und diese ist im Gegensatz zu einer Kirchenorgel in der Lage, auch Alltagsgeräusche nachzuahmen – vom Hupen eines Autos bis zum Vogelgezwitscher.

Das Instrument im Mannheimer Technoseum ist eines von nur noch wenigen funktionstüchtigen Exemplaren in ganz Europa. Und eines, das „einfach Spaß macht“, wie Michel-Ostertun sagt, die das Spiel auf der Kinoorgel perfekt beherrscht.

Unterstützung erhält die Organistin bei der Kinder-Uni von Regisseurin und Schauspielerin Eva Martin-Schneider aus Heddesheim. Die beiden sind ein gut eingespieltes Team und geben seit mehr als 20 Jahren Orgelkonzerte für Kinder.

Die Kinder-Uni richtet sich an Film-Fans zwischen acht und zwölf Jahren. Und verspricht, etwas ganz Besonderes zu werden – da sind sich die beiden Dozentinnen einig. Zum einen, weil der Film eine „ganz tolle Geschichte“ erzähle, sagt Eva Martin-Schneider. „Über diesen Traum, den es schon so lange gibt“ – nämlich die Reise zum Mond. Zum anderen wegen des Instruments. „Selbst unter Erwachsenen haben die meisten noch nie eine Kinoorgel gesehen oder gehört“, sagt Michel-Ostertun.

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