Speyer

Unfälle Siebenjähriger geht in einem Weiher bei Speyer plötzlich unter / Zwei Mädchen geraten bei Rheindürkheim in Flussströmung

Drei Kinder sterben in Rhein und See

Worms/Speyer/Biblis.Für drei Kinder ist am Wochenende jede Hilfe zu spät gekommen: Sie ertranken im Rhein beziehungsweise in einem See. Ein Siebenjähriger ging in einem Weiher bei Speyer unter. Bei Worms sind am Samstag zwei neun und 13 Jahre alte Mädchen leblos im Rhein gefunden worden, die seit Freitagmittag vermisst wurden.

Wie die Polizei erst am Sonntag auf Nachfrage bestätigte, ist der sieben Jahre alte Junge bereits am Freitag ums Leben gekommen. Die Beamten bestätigten, dass das Kind untergegangen und nach etwa 15 Minuten von Rettungskräften an Land geholt worden sei. Nach sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen wurde der Junge mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, wo er noch am Abend verstarb.

Am Sonntagmittag wurde auch traurige Gewissheit, dass die beiden aus Afghanistan stammenden Mädchen nicht mehr leben. Am Samstagmittag entdeckte eine Gruppe Bootsfahrer den leblosen Körper der Neunjährigen im Rhein bei Biebesheim. Zur Gruppe gehörte auch ein Arzt. Doch er konnte nur noch den Tod des Mädchens feststellen. Gegen 23.30 Uhr am Samstag wurde schließlich die Leiche des älteren Mädchens gefunden. Ein Angler entdeckte ihren Körper am rechten Rheinufer, bei Groß-Rohrheim, im Wasser liegend. Die Mädchen hatten sich mit ihrer Familie am Flussufer aufgehalten. Nach Zeugenaussagen spielten die Kinder auf einer Kiesbank bei Rheindürkheim. Das jüngere Mädchen sei plötzlich abgerutscht und im Wasser von einem Strudel erfasst worden.

Bis zu 70 Rettungskräfte suchen

Das Rheinufer fällt an dieser Stelle schnell sehr steil ab. Ob das zweite Kind helfen wollte und dabei ebenfalls ins Wasser fiel, blieb gestern unklar. Beide Mädchen konnten offenbar nicht schwimmen und trugen normale Kleidung.

Die Angehörigen wurden von der Notfallseelsorge betreut. Bis zu 70 Helfer suchten Freitag nach den plötzlich untergegangenen Kindern. Auch per Hubschrauber und Wärmebildkamera versuchte die Polizei, die Mädchen schnell zu finden. Die Einsatzkräfte suchten bis zum Einbruch der Dunkelheit. 

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