Speyer

Nachruf Wolfgang Noe in Römerberger Wohnhaus gestorben

Er war ein Bankfachmann mit Leib und Seele

Speyer.Wolfgang Noe, ehemaliger Vorstandssprecher der Volksbank Speyer und langjähriger Vorsitzender des Vereins Feuerbachhaus, ist tot. Der Zeit seines Lebens engagierte Wahlpfälzer verstarb nach einem längeren Leiden am 25. Dezember in seinem Römerberger Wohnhaus. Mit Wolfgang Noe hat Speyer eine prägende Persönlichkeit verloren, die auch über die Grenzen der Domstadt hinaus Akzente setzte. Sein besonderes Augenmerk galt wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Belangen. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und der Ehrennadel der Stadt Speyer.

Am 22. Juli 1938 in Cochem an der Mosel geboren, trat Noe am 1. September 1968 als stellvertretendes Vorstandsmitglied in die Volksbank Speyer ein, wo er sich zum Sprecher des Vorstandes hocharbeitete. Die Führungsfunktion bekleidete er von 1985 bis zu seiner Zurruhesetzung 2001. Wie der heutige Vorstandssprecher Rudolf Müller mitteilt, wies die Bilanz der damaligen Volksbank Speyer bei Noes Amtsantritt eine Summe von 100 Millionen Mark aus und wuchs bis zu seinem Ausscheiden auf 1,2 Milliarden Euro an.

Noe war ein Bankfachmann mit Leib und Seele und genoss viel Vertrauen, was sich unter anderem bei mehreren Fusionen auszahlte, mit der Noe die Position des Speyerer Geldinstitutes stärkte. In seine Zeit fallen Zusammenschlüsse mit der Raiffeisenbank Speyer-West, Raiffeisenbank Römerberg, Volksbank Neustadt, Raiffeisenbank Haßloch und die Dreierfusion mit der Volksbank Hockenheim, aus der die Volksbank Speyer-Neustadt-Hockenheim hervorging. Ruhestand war für Noe nicht gleichbedeutend mit Stillstand. Schon während seiner aktiven Zeit engagierte er sich im Lions Club Speyer, beim Dombauverein, im Verkehrsverein und als Vorstand im Kunstverein. Er war zudem Mitgründer der Johann Joachim Becher-Gesellschaft.

Purrmann-Haus gerettet

Unterstützung leistete Wolfgang Noe zur Rettung des Purrmann-Hauses, das mit seiner Hilfe restauriert und als Museum und Gedenkstätte eingerichtet wurde. Er war außerdem eine der treibenden Kräfte zum Erhalt des Ende der 1960er Jahre vom Abriss bedrohten Geburtshauses des Speyerer Malers Anselm Feuerbach (1829 bis 1880). Mit gleichgesinnten Bürgern gründete er 1971 den Verein Feuerbachhaus, den er 23 Jahre als Vorsitzender leitete und für seine Verdienste 2014 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Vermissen werden ihn auch Freunde und Bekannte, mit denen der passionierte Wanderer nicht nur im geliebten Schwarzwald unterwegs war, sondern nach Santiago de Compostela und auf dem Franziskusweg von Assisi nach Rom pilgerte. Wolfgang Noe hinterlässt Ehefrau, eine Tochter, zwei Söhne und acht Enkel. Die Beisetzung findet im Familienkreis auf dem Friedhof in Berghausen statt. mey/ArchivbBild: Venus

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