Speyer

Fallen bedürfen einer Korrektur

Archivartikel

Was nutzt es den Verantwortlichen, wenn sie wissen, wo und wann die meisten Radfahrer unterwegs sind, wenn die Rahmenbedingungen für das Radverkehrskonzept derart mangelhaft sind? Mit Unverständnis reagieren die Radler aus den Stadtteilen West und Nord auf die „modernen“ Überquerungsfurten an der mit hohem Aufwand neu konzipierten Kreuzung Kurt-Schumacher-/Iggelheimer Straße. Die Übergänge sind nur für knapp einen Meter abgesenkt. Nichts dagegen zu sagen ist, dass Fußgänger direkt daneben über Bordsteine steigen müssen. Dass sich bisweilen zwei Radfahrer in dem Engpass begegnen können oder ein Radler einen Rollstuhlfahrer überholen oder diesem vor der abgeschrägten Rampe ausweichen muss, daran haben die Planer dieser Übergänge für Fußgänger und Radfahrer offensichtlich nicht gedacht. Solange die notgedrungenen Auf- und Abfahrten über hohe Bordsteine mit einem Hoppeln abgehen, sind allenfalls ramponierte Felgen die Folgen. Aber ändern werden die Straßenbauer diese Engpässe wohl erst dann, wenn ein Radfahrer böse gestürzt ist. Dabei rannten die Planer sehenden Auges in die Rad-Engpässe: Denn an der Einmündung der Oberen Langgasse in die Dudenhofer-und Schützenstraße sowie der Ecke Hirschgraben/Bahnhofstraße ist die gleiche Radunfreundlichkeit auch schon eingebaut worden. Hoffentlich muss nicht erst etwas passieren und kann sich die Stadt vorher zu einer Korrektur dieser Fahrrad-Fallen bewegen lassen.

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