Speyer

Initiative Klassenzimmer streichen, Kindergräber pflegen oder lieber eine Blumenwiese anlegen?

Fleißig und freiwillig den Bienchen helfen

Speyer.Fünf Projekte werden in diesem Jahr zum Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am Samstag, 15. September, in Speyer angeboten. Streichen, hacken und säen stehen auf dem Programm bei den Aktionen, die im Dienstzimmer von Oberbürgermeister Hansjörg Eger vorgestellt wurden.

Die Bieneninitiative Speyer ist neu in der Runde der Anbieter. Das verwundert nicht, wurde sie doch erst im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben. Für OB Eger ist der Zusammenschluss von Menschen verschiedener Organisationen eine schöne Sache. „Sie setzt sich aus vielen Mosaiksteinchen zusammen.“ Umso mehr freut er sich auf die Aktion der Bienenfreunde.

Diese haben vor, auf einem Teilstück des 19 Hektar großen Stadtfriedhofs eine Blumenwiese anzulegen, die Hautflüglern langfristig einen Lebensraum schaffen dürfte. Heinz Peter Wierig, der die Initiative vertritt, spricht davon, einen optimalen Platz für viele Insekten schaffen zu wollen. Ein schmetterlingsfreundlicher Zaun soll die Wiese ergänzen.

Das Friedhofsamt selbst ist ebenfalls mit von der Partie. „Das ist die größte Grünfläche in Speyer“, gab Eger zu bedenken. Auf dieser gibt es einiges zu tun. Im Mittelpunkt sollen diesmal die Kindergräber und das Grabfeld „Kleines Leben“ stehen. Wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden sollen die Gräber von den Freiwilligen, erklärt Friedhofsverwalter Wolfgang Tyroller. Nicht alle Stätten könnten von den Angehörigen aufgrund der Distanz zum Wohnort anhaltend gepflegt werden. Jetzt sollen Wildwuchs beseitigt, Splitt aufgebracht und Herbstflor gepflanzt werden.

Bei drei weiteren Aktionen geht es vor allem darum, Farbe ins Spiel zu bringen. In der katholischen Kindertagesstätte Mariä Himmelfahrt sollen eine Wand, der Turnraum und der Flur im Keller neu gestrichen werden. Vor zwei Jahren war das Esszimmer an der Reihe, wirft Leiterin Nadine Wolniak ein. Freuen würde sich das Team über Spenden von Arbeitsmaterialien, merkt sie an.

In der Stadt hat das Gymnasium am Kaiserdom einen Sponsor für die Farbe gefunden, die in zwei bis vier Klassensälen am Freiwilligentag aufgebracht werden soll. Sofern zeitlich machbar, sollen zudem Reflektionsflächen für Projektoren in verschiedenen Räumen angebracht werden, sagt Stefan Müller vom Elternbeirat. Auch im Offenen Kanal soll etwas geschehen: Nachdem ein neues Logo auf den Weg gebracht wurde, muss dieses optisch in Szene gesetzt werden. „Wir wollen die Studiodekoration erneuern“, konkretisiert Wolfgang Schuch. Das Motto lautet: „Alles bunt und Rhein Lokal“.

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