Speyer

Speyerer Picknick-Konzerte „Les Primitifs“ eröffnen Reihe im gleißenden Sonnenschein am Hafen

Französische Klänge nah am Wasser gebaut

Speyer.Für die eigentlich obligatorische Decke blieb kaum Platz: Der Auftakt der Reihe der Picknick-Konzerte mit der Band „Les Primitifs“ erlebte einen derartigen Ansturm von Zuhörern am Bootshaus der Rudergesellschaft im alten Hafen, dass die Ausbreitung des textilen Untersatzes schnell an Grenzen stieß.

Das Publikum nahm’s mit Gelassenheit und rückte zusammen. Zum einen war es sowieso viel zu heiß, um sich über die Enge aufzuregen, zum anderen bot die Böschung zum Hafenbecken die Gewähr, dass alle Gäste des Ereignisses unter dem Motto „Umsonst und draußen“, das die Stadtverwaltung im dritten Jahr organisiert, eine gute Sicht auf den Ponton hatten, auf dem Laurent Leroi (Akkordeon), Matthias Dörsam (Klarinette und Saxofon), Erwin Ditzner (Schlagzeug) und Michael Herzer (Bass) Jazzstandards, südamerikanische Rhythmen, aber auch Musik nach Richard Wagner („Walkürche“) und der Mannheimer Legende Hans Reffert spielten.

Wer nicht so steil sitzen wollte, musste schon früh vor Ort sein, um auf den Biergarnituren einen Platz zu finden oder sogar noch etwas Schatten unter einem der Bäume zu finden. Ganz ohne Bewegung kamen die Zuhörer trotz der Temperaturen nicht davon, denn bei „L’interdit“ forderte der gut gelaunte Laurent Leroi zum rhythmischen Aufstehen und Setzen auf. Dass der Franzose sich mit Kurpfälzer Problemen auskennt, zeigte „Les moustiques“, das die Schnakenplage trefflich in Töne umsetzte. Die „am Wasser gebaute Musik aus Frankreich“ kam jedenfalls gut an. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional