Speyer

Theater tut gut Initiative wird seit zehn Jahren angeboten

Für Kinder gibt’s Kultur auf Rezept

Archivartikel

Speyer.Die bewährte gemeinsame Aktion „Theater tut gut“ der örtlichen Kinder- und Jugendärzte, des Kinder- und Jugendtheaters Speyer, der Netzwerkkoordination Kindeswohl-Kindergesundheit/Frühe Hilfen der Stadt Speyer und der gesetzlichen Krankenkasse Barmer geht in ihr zehntes Jahr. Bürgermeisterin Monika Kabs stellte daher gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kooperationspartner in ihrem Dienstzimmer die neu aufgelegten Flyer und Gutscheine vor.

Innerhalb der Aktion verschreiben alle in Speyer, Dudenhofen und Römerberg ansässigen Kinderärzte sowie der Chefarzt der Kinderklinik am Diakonissenkrankenhaus Speyer ihren jungen Patienten bei jeder Früherkennungsuntersuchung (U-Untersuchung) Kultur in Form eines persönlichen Gutscheins zum kostenlosen Besuch einer Veranstaltung des Kinder- und Jugendtheaters Speyer. „Ich freue mich, dass ,Theater tut gut‘ nun bereits sehr erfolgreich ins zehnte Jahr startet“, betont Bürgermeisterin Monika Kabs. Aus ihrer Zeit als Lehrerin wisse sie, dass viele Kinder das Angebot des Speyerer Kinder- und Jugendtheaters gar nicht kennen.

Anreiz mit Mehrwert

Die Aktion hat mehrere positive Effekte. Zunächst wird die Wahrnehmung der freiwilligen Früherkennungsuntersuchungen für die Eltern noch attraktiver. Zwar nehmen in Rheinland-Pfalz laut Landesjugendamt im Durchschnitt 98 Prozent der Eltern die Früherkennungsuntersuchungen wahr, doch werden die Untersuchungen ab der U8 (vierter Geburtstag) öfter vergessen. Insgesamt sind innerhalb der ersten 14 Lebensjahre elf Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Neben dem körperlichen wird der geistige und seelische Entwicklungsstand der Kinder festgestellt und eventuell notwendige Maßnahmen eingeleitet. Die Untersuchungen dienen so der aktiven Gesundheitsvorsorge.

Einen weiteren positiven Effekt nennt Matthias Folz, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters: „Wir erreichen durch diese Aktion Kinder und Jugendliche, die sonst vielleicht nicht in unser Theater gekommen wären.“ zg

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