Speyer

Bistum Arbeitskreis ruft zur Mitteilung von Erfahrungen mit Diskriminierung im kirchlichen Kontext auf / Bildungsangebote sollen helfen

Gegen Rassismus und Ausgrenzung

Archivartikel

Speyer.Das Bistum engagiert sich verstärkt im Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung. Mit der Gründung des Arbeitskreises „Antirassismus und Diversität“ setzt das Bistum ein klares Signal gegen Diskriminierung aufgrund von ethnischer oder kultureller Zugehörigkeit, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, Religion oder sozialer Stellung. „Im Zentrum der christlichen Botschaft steht die bedingungslose Liebe Gottes zu allen Menschen. Als Christen müssen wir besonders sensibel und wachsam sein, wo Menschen benachteiligt oder ausgegrenzt werden“, erklärt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Die Kirche ist für ihn „eine Gemeinschaft, die jeden so akzeptiert wie er ist, die offen und einladend für alle ist“. Mit dem Arbeitskreis will das Bistum „einen Dialograum eröffnen und Stimmen sammeln, welche Erfahrungen zum Thema Rassismus und Ausgrenzung es im Bistum Speyer gibt“, erläutert Wiesemann die Zielsetzung. Er lädt alle Gläubigen und kirchlichen Mitarbeiter ein, dem Arbeitskreis von eigenen Erlebnissen und Beobachtungen zu berichten: „Wir hoffen, dass wir durch die Rückmeldungen an den Arbeitskreis klarer erkennen, wo kirchliche Strukturen und Gewohnheiten Ausgrenzung und Diskriminierung begünstigen könnten. Das Bewusstmachen ist der notwendige erste Schritt, um Haltungen und eingeschliffene Verhaltensmuster im Sinne von mehr Offenheit, Vielfalt und Akzeptanz zu verändern.“

Mit dem Stichwort „Diversität“ verbindet Ingo Faus, der Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum und zugleich Leiter des Arbeitskreises, die Hoffnung, dass „wir alle immer mehr lernen, Unterschiedlichkeit und Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Chance und Bereicherung zu sehen.“ Damit können Benachteiligungen aufgrund von ethnischer oder kultureller Zugehörigkeit, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, Religion oder sozialer Stellung abgebaut und überwunden werden.

Das Thema Vielfalt spiegelt sich auch in der personellen Zusammensetzung des Arbeitskreises wider. Sechs Frauen und vier Männer mit ganz unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Arbeitsschwerpunkten haben sich zur Mitarbeit bereiterklärt. Sie wollen Menschen zur Verfügung stehen, die von ihren Erfahrungen berichten und Anregungen einbringen wollen. is

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