Speyer

Kaisertafel Auftakt erfreut sich bei bestem Wetter vieler Besucher

Genuss mit Maß und ganz ohne Völlerei

Speyer.Das war ein Auftakt nach Maß! Die 28. Kaisertafel seit der Premiere bei der 2000-Jahr-Feier anno 1990 wurde gestern Abend bei optimalen Wetterbedingungen eröffnet. Da die Prognosen für heute und den morgigen Abschlusstag ebenfalls positiv sind, sollte einem weiterhin guten Verlauf des zwischen Postplatz und Kaiserdom positionierten Genuss-Events nichts mehr im Wege stehen.

Davon ist auch Renzo Bertolini überzeugt, der als Vorsitzender des ausrichtenden „Vereins zur Förderung der Interessen von Hotellerie und Gastronomie in Speyer und Umgebung“ bereits bei seiner Eröffnungsrede zahlreiche Besucher willkommen hieß. Der Vorsitzende informierte, dass man mit der Wortkombination „Kaiser und Tafel“ an die salischen Herrscher und ihre herausragende Bedeutung für Speyer sowie an mittelalterliche Essgewohnheiten erinnere, als man sich – vorzugsweise in besseren Kreisen – an langen Tafeln gerne der Völlerei hingegeben habe. Fortfahrend meinte er, dass auf der Kaisertafel zwar genussvoll geschlemmt werde, dies aber stets mit Maß und fernab jeglicher Völlerei geschehe. Zudem biete die Genussmeile eine außergewöhnliche Gelegenheit, beim geselligen Beisammensein mit Freunden auf und gelegentlich auch über den eigenen Tellerrand zu schauen. Bertolini lobte zudem die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Pfälzer und lud in diesem Sinne dazu ein, sich den kulinarischen Genüssen und musikalischen Darbietungen unbeschwert hinzugeben. Im Brustton der Überzeugung äußerste er in diesem Zusammenhang, dass das reichhaltige Angebot sicherlich alle Geschmacksrichtungen zufrieden stellen werde. Motivierend fügte er hinzu: „Genießen Sie das umfangreiche Angebot, denn am Montag sind die drei schönsten Tage im Jahr leider schon wieder vorbei!“

Den Worten seines Vorredners schloss sich Oberbürgermeister Hansjörg Eger gerne an, der zum Flanieren, Genießen und Entspannen auf der Traditionsveranstaltung einlud und nicht vergaß, die Werbetrommel für nächstes Jahr zu rühren, falls die Sanierung der Salierbrücke sich als Hindernis für potenzielle rechtsrheinische Besucher erweisen sollte.

Das Tischgebet, mit dem die Kaisertafel traditionell ihren ökumenischen Segen erhält und das hier nur auszugsweise wiedergegeben werden kann, sprachen Kirchenpräsident Christian Schad und Weihbischof Otto Georgens. Kirchenpräsident Schad: „Der Segen des täglichen Brotes, um das wir bitten, erhalte uns ein dankbares Herz und die Bereitschaft zum Teilen“. Weihbischof Georgens: „Der Segen des gedeckten Tisches, an den wir uns setzen dürfen, erneuere unsere Lebenskräfte und vertiefe unsere Lebensfreude“. Schad: „Der Segen des Tischgebetes erinnere uns daran, dass wir die guten Gaben des Schöpfers genießen dürfen, um lebensfroh zu bleiben“. Georgens: „Der Segen der Gastfreundschaft bewahre uns auch in Zukunft davor, habgierig oder selbstsüchtig zu werden“.

Nachdem der Duft nach Gebratenem schon einige Zeit verlockend in der Luft lag, ließen sich die Besucher nach Erteilung des Segens nicht lange bitten und feierten beim gelungenen Auftakt bis in die Nacht hinein.

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