Speyer

Caritas Rhein-Neckar-Kreis Susanne Rohfleisch übernimmt in Karlsruhe einen größeren Verband / Nachdenken über die Zukunft beginnt / Fusion im Bereich des Möglichen

Geschäftsführerin wechselt in die Fächerstadt

Nach zehn Jahren Tätigkeit, davon acht Jahre als Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied, hat Susanne Rohfleisch jetzt ihre Arbeit beim Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis beendet und wechselt zum Caritasverband nach Karlsruhe. Rohfleisch übernimmt dort die Stelle der ersten Vorständin.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Susanne Rohfleisch und blicken auf eine von ihr mitgeprägte gute Zusammenarbeit und hervorragende Entwicklung des Verbands zurück“, sagt Bernhard Carl, Aufsichtsratsvorsitzender des Caritasverbands. „Susanne Rohfleisch hat sich unter Zurückstellung eigener Zukunftspläne vor acht Jahren für die Annahme unseres Angebots zur Geschäftsführerin und zum Vorstandsmitglied entschieden. Den damals notwendigen Sanierungskurs hat sie mit hohem Engagement und entsprechender fachlicher Kompetenz operativ im Wesentlichen alleine umgesetzt. Ein zentrales und am Ende erfolgreiches Anliegen war ihr der Erhalt aller Arbeitsplätze. Die organisatorische Neuaufstellung und Weiterentwicklung des Verbands hat sie zusammen mit dem ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Manfred Grau und ihrem Geschäftsführerkollegen Bernhard Martin vorangetrieben. So steht der Verband heute wieder gut da, hat Liquidität und Rücklagen aufbauen können und ist für die Leistungsträger in der Wohlfahrtspflege wieder Ansprechpartner erster Güte“, betont Carl. Übrigens ein Prozess, der anfangs innerbetrieblich für eine Menge Aufregung gesorgt hatte. In der Konsolidierungsphase hatte es massive Vorwürfe gegeben.

Der gesamte Aufsichtsrat, für den Carl spricht, sei Susanne Rohfleisch sehr dankbar und bedauere ihren Weggang, habe aber Verständnis, da sie nun als Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Karlsruhe nochmals eine große Herausforderung angehen wolle: „Für ihre neue Aufgabe wünschen wir Susanne Rohfleisch alles Gute und Gottes Segen.“

Die frei werdende Stelle wird für eine Übergangszeit nicht hauptberuflich besetzt, sondern mit Hans-Josef Hotz, dem jahrzehntelangen Landesgeschäftsführer des Sozialverbandes VdK, ehrenamtlich überbrückt. „Damit gewinnen wir Zeit, richtige und sinnvolle Entscheidungen für die Zukunft des Verbands vorzubereiten, zu prüfen, in den Gremien zu entscheiden und dann entsprechend umzusetzen“, so Carl.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt Carl, dass es dabei auch um eine Fusion mit dem benachbarten Verband aus Heidelberg gehen könnte. Es würden ergebnisoffene Gespräche geführt. Das heiße aber keinesfalls, dass es um einen Stellenabbau gehe, so Carl deutlich. Man leide eher unter Fachkräftemangel, sagt Bernhard Carl. jüg

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