Speyer

Landesbibliothek Vortrag zur deutsch-amerikanischen Historie

Glücksritter in den USA

Archivartikel

Speyer.„Sie werden uns überrollen.“ Ängste vor Zuwanderung sind kein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Bereits Benjamin Franklin, einem der Gründungsväter der USA, waren die vielen Pfälzer und Hunsrücker, die im 18. Jahrhundert nach Amerika kamen, nicht geheuer.

Anhand von authentischen Quellen erzählen Bernhard Kukatzki (Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung) und Marita Hoffmann (Initiative Buchkultur) am Mittwoch, 25. September, um 19 Uhr in einem abwechslungsreichen Vortrag vom Leben deutscher Auswanderer in ihrer neuen Heimat.

In der deutschsprachigen New Yorker Zeitung „Der Pfälzer in Amerika“ entfaltete sich in zahlreichen Nachrufen das ganze Panorama von Flüchtlingsschicksalen in einem fremden Land. Not und Entbehrung, Aufbau und Wohlstand, Hoffnung und Enttäuschung finden sich in den Lebensläufen, deren Darstellung so spannend wie lakonisch, grotesk und oft genug tragikomisch ist. Die Lesung aus dem Buch „In Amerika verstorbene Pfälzer. Sterbenotizen und Nachrufe“, wirft einen ebenso menschlichen wie kritischen Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Notlagen, die zu einer Massenauswanderung vor allem aus der Pfalz und dem Hunsrück führten.

Deutsche Auswandererlieder

Die historische Einführung übernimmt Roland Paul, der ehemalige Leiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern. Alfred Baumgartner (Mannheim) sorgt für die passende musikalische Einordnung mit korrespondierenden deutschen Auswandererliedern und amerikanischer Musik. Gleichzeitig werden die jeweiligen Lebensstationen von Auswanderern auf einer Landkarte der USA nachgezeichnet, schreibt die Landesbibliothek in einer Pressemitteilung. zg

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