Speyer

Deutsche Meisterschaft RV 08 Dudenhofen verlost Rad zugunsten schwer verletzter Olympiasiegerin

Große Hilfsaktion für Kristina Vogel

Archivartikel

Dudenhofen/Speyer.Nach ihrem schweren Unfall beim Training auf der Radrennbahn in Cottbus liegt Kristina Vogel noch immer auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses.

Da die 27 Jahre junge Radsportlerin, die auf der Bahn zwei Olympiasiege und elf Weltmeister-Titel eingefahren hat, bei den deutschen Meisterschaften in der Dudenhofener „Badewanne“ Mitte Juli nicht starten und ihre Karriere höchstwahrscheinlich nicht fortsetzen kann, wollen der ausrichtende Radfahrerverein 08 Dudenhofen und der Speyerer Radsportfachhändler Matthias Schumacher mit der Verlosung eines hochwertigen Fahrrads eine vierstellige Geldsumme zusammenbekommen und diese in einen Unterstützungsfonds zugunsten der schwer verletzen Leistungssportlerin fließen lassen.

Vor den Titelkämpfen, zu denen sich laut Rennleiter Dieter Landry bereits über 300 Elite- und Nachwuchsfahrer angemeldet haben, verkauft Schumacher in seinem Geschäft im Pavillon neben der Gedächtniskirche ab sofort insgesamt 500 Lose à zehn Euro an alle Radsportfreunde und somit potenzielle Zuschauer verkaufen.

Bei der deutschen Meisterschaft von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. Juli, wird unter allen Losbesitzern ein Ridley Cross Rad verlost, das der Fachhändler zur Verfügung stellt. RV-Vorsitzender Dr. Clemens Spiekermann, selbst tief getroffen vom Schicksal der sympathischen Bahnradsportlerin, ist davon überzeugt, dass Schumachers Idee auf breiten Zuspruch stößt.

Nach ihrem Olympia-Erfolg von London 2012 hatte Kristina Vogel, zurzeit gewiss populärste Bahnradfahrerin, auch vier Jahre später sportlich für viel Aussehen gesorgt, als im Finale des olympischen Rennens im Sprint von Rio de Janeiro ihr Rad-Sattel brach und sie dennoch als Erste die Ziellinie überfuhr.

Betroffen auf den verhängnisvollen Trainingsunfall reagierte auch ihr Team in Chemnitz, für das die elffache Weltmeisterin seit 2013 fährt. Teamleiter Michael Hübner erklärte: „Unsere Gedanken sind jetzt aber vor allem bei Kristina und ihren Angehörigen. Kristina ist eine herausragende Sportler-Persönlichkeit, die neben ihrer ansteckenden Fröhlichkeit vor allem immer ihr großes Kämpferherz ausgezeichnet hat. Diese Kämpfernatur wird sie auf dem vor ihr liegenden Weg mehr denn je gebrauchen.“

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