Speyer

Heinrich IV. vom Kirchenbann gelöst

Im Gedenken an die im Dom bestatteten Kaiser, vor allem jedoch an die Verleihung besonderer Privilegien durch Kaiser Heinrich V. an die Stadt, feiert die Salier-Gesellschaft alljährlich am ersten Samstag im August ihr traditionelles Privilegienfest.

Ihren Ursprung hat die seit 1992 stattfindende Veranstaltung in der Lösung des Kirchenbanns von Heinrich IV. Der streitbare Herrscher, dessen Gang nach Canossa in die Geschichte einging, starb gebannt am 7. August 1106 in Lüttich. Erst seinem Sohn und Nachfolger gelang es, bei der eigenen Kaiserkrönung in Rom seinen verstorbenen und zwischenzeitlich nach Speyer überführten Vater vom Bann lösen zu lassen.

So konnte der bis dahin in der ungeweihten Afrakapelle des Kaiser- und Mariendomes ruhende Herrscher am 14. August 1111 zu seinen damals im östlichen Mittelschiff beigesetzten Vorfahren umgebettet werden.

Lösung vom Bann und feierliche Umbettung veranlassten Heinrich V., der Stadt besondere Privilegien zu verleihen. Verbunden waren sie mit der Auflage, dass die Bewohner von Speyer am Todestag seines Vaters die Messe besuchen und Brot für die Armen spenden sollen. mey

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