Speyer

Jugendherberge Wechsel in der Leitung / Jörg Meurer übernimmt nach 16 Jahren von Marco Böhm

Hotel-Charakter hat sich deutlich verstärkt

Archivartikel

Speyer.Nach 16 Jahren als Leiter der Jugendherberge Speyer geht Marco Böhm neue Wege. Er wechselt in die Mainzer Zentrale und wird fortan 45 Häuser in Rheinland-Pfalz und dem Saarland weiterentwickeln helfen. Ihm folgt jetzt Jörg Meurer, der in den vergangenen fünf Jahren beruflich im Mannheimer Raum tätig war.

Für Böhm bleibt die Zeit in Speyer unvergesslich. „Ich habe viele Jahre mit den Mitarbeitern hier sehr gut und gerne zusammengearbeitet“, betont er. Vollzeit-, Teilzeit- und 450-Euro-Kräfte gehören zum 30-köpfigen Team, das Meurer nun leitet. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter und die Offenheit des Hauses imponieren ihm, wie er sagt.

Der gelernte Koch, für den Gemeinschaftsverpflegung kein Fremdwort ist, ist in der Domstadt geboren, lebte zwischenzeitlich eine Zeit im Odenwald und sucht nun mit 53 Jahren nochmal eine Veränderung. Die findet er in der Speyerer Jugendherberge. Rückblickend beschreibt Böhm sie so: „Wir sind Stück für Stück gewachsen. Aktuell haben wir 41 000 bis 42 000 Übernachtungen im Jahr. Bistro und Familienprogramm sind hinzu gekommen, ebenso drei Zimmer und ein Tagesraum.

Erweiterung geplant

51 Zimmer mit 176 Betten im Zwei- und Vier-Personen-Modus gibt es aktuell in der beliebten Herberge direkt am Rhein. Die erste Herausforderung, die Meurer stemmen muss, wird eine erneute bevorstehende Größenveränderung sein. „Wir erweitern. Wie das konkret aussehen wird, kann ich noch nicht sagen“, erklärt Meurer. Böhm ergänzt: „Der Bauantrag liegt vor und wenn der – was wir hoffen – genehmigt wird, beginnen die Arbeiten. Im Moment kennen wir nur das Gehäuse.“ Die Bauherrschaft und die Finanzierung liegen beim Landesverband.

Fakt ist: Nach dem An- und Umbau soll die Herberge 63 Zimmer mit 236 Betten haben. Als neuer Typ kommt das Fünf-Bett-Zimmer hinzu. „Die Nachfrage nach der Unterkunft in Jugendherbergen wird sich weiter steigern“, ist sich Meurer gewiss. Der Grund liegt seiner Ansicht nach darin: „Hier bekommen die Leute eine vernünftige Bleibe zum annehmbaren Preis bei guter Verpflegung.“ Böhm fügt an: „Jugendherbergen sind mehr als ein Dach über dem Kopf. Menschen lernen andere Menschen kennen und erleben Gemeinschaft.“ Nicht zuletzt sei es im Fall Speyer die optimale Lage, die Gäste anziehe.

Während das Hauptklientel aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen kommt, habe sich in der Altersstruktur ein Wandel ergeben. Nicht mehr nur die Schulklassen kommen, sondern auch Radtouristen oder Familien. „Die Jugendherberge hat einen Wandel durchgemacht“, stellt Böhm heraus: „Sie hat heute mehr Hotel-Charakter.“ Der 42-Jährige wird künftig viel in den ihm zugewiesenen Herbergen unterwegs ein. „Ich möchte das Produkt noch vielschichtiger kennenlernen und weiterentwickeln“, lautet das Ziel des gelernten Hotelfachmanns.

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