Speyer

„Grynes Band“ Künstlerbund beteiligt sich mit Ausstellung „Die Gryn-Originale“ an städtischem Projekt / Skulpturen und Installationen im Adenauerpark

Idyllische Natur mit starken Farben

Speyer.Als Teil des städtischen Projektes „Das Gryne Band“ wird am Samstag, 18. Mai, um 18 Uhr beim Künstlerbund in der Großen Sämergasse 1a die Ausstellung „Die Gryn-Originale“ eröffnet. Sie ist eine von drei Mitmachaktionen, mit denen sich der Künstlerbund an der städtischen Gryne-Band-Aktion beteiligt. Sie findet in diesem Jahr erstmals statt, wird am Freitag, 17. Mai, um 17.30 Uhr von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler vor dem historischen Rathaus eröffnet und dauert bis Sonntag, 29. September.

Weitere Mitmachaktionen des Künstlerbundes sind das Fahnenprojekt „Kunst in Bewegung“ im Innenstadtbereich sowie die Werkschau „Kunst im Grynen“, bei der Skulpturen und Installationen im Adenauerpark vorgestellt werden. Die Teilnahme am Fahnenprojekt steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstellung. Dort sind Originalarbeiten von Künstlern zu sehen, deren Motive sich ganz oder in Ausschnitten auf den 29 Fahnen wiederfinden, die der Künstlerbund zum insgesamt 60 Fahnen umfassenden Projekt beisteuert. Die Arbeiten wurden fotografiert und auszugsweise auf wetterfeste Fahnentücher in der Größe 3,50 x 1,20 Meter gedruckt. Während 31 Fahnen der Stadt Gryne-Band Motive enthalten, haben sich die Künstlerbund-Mitglieder den Themen Natur und Kultur angenommen.

Am frühen Samstagabend führt Vorsitzender Reinhard Ader in die nur bis Sonntag, 2. Juni, dauernde Ausstellung ein. Zu sehen sind Gemälde, Fotografien und Skulpturen. Das Spektrum der Ausdrucksformen reicht von Malereien, die idyllische Naturlandschaften in ihrer schönsten Form zeigen, bis zu kritischen Arbeiten und surrealen Bildkreationen.

Frage nach dem Jetzt und Morgen

So ist von Nina Bußjäger das 200 mal 90 Zentimeter messende Werk „Urbane Nymphen“ zu sehen, auf dem die Malerin verlorene mythologische Wesen in einem konstruierten Raum zeigt, der wiederum für eine Natur steht, die ihrer ursprünglichen Sinnlichkeit beraubt wurde. Auch Reinhard Ader fragt in seinem Gemälde „Today and Tomorrow I“ sehr konkret nach dem Jetzt und Morgen. Ein verendeter Fisch am Flussufer dient ihm als Medium für die Fragen, wie gehen wir mit dem Jetzt um und was können wir morgen noch beeinflussen?

Fred Feuerstein stellt unter dem Titel „Outside – in“ zwei überlebensgroße Figuren vor. Silhouettenhaft gefertigt, stehen sie einerseits für den Mensch in der Einheit aller Dinge, wegen ihrer konturenhaften Darstellung aber nach Intention des Künstlers auch für Menschen in der Enge des Raumes.

Kurz und prägnant mit „Müllbaum“ hat der Fotograf Kurt Keller seine zur Serie „Zweifelhafte Schönheiten“ gehörende Fotoarbeit betitelt, auf der er Auswirkungen des Menschen auf Natur und Umwelt mit der Kamera eingefangen hat. Unzählige vom Wind aufgewirbelte und weitergetragene Folienfetzen haben sich – weithin sichtbar für die negativen Einflüsse des Menschen auf die Natur – im Geäst eines Baumes verfangen. Die „Turbo-Rose“ von Thomas Mann hingegen entspringt einer Bildidee, unter Einsatz zeitgemäßer technischer Möglichkeiten digitale Bildkreationen in Form surrealer Naturräume zu entwerfen.

Eine Hommage an die Natur ist das farbstarke Werk „Waiting“ von Margarete Stern. Undurchdringliche Felsschluchten, Berghänge, ein schimmernder See, immergrüne Zedern und Morgennebel – diese Begriffe hat Stern mit dem Satz „Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein“ bei der Beschreibung des gemalten Naturschauspieles treffend zusammengefasst. Weitere beteiligte Künstler sind Christoph Anschütz, Stefan Becker, Moritz Feuerstein, Magdalena Hochgesang, Georg Karbach, Susanne Lorenz, Luisa Schmeisser, Christine Weinmüller.

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