Speyer

Firmenbefragung Standort ist bei Bossen durchaus beliebt

Investitionen in Mannheim sind geplant

Archivartikel

Mannheim.Zurückgehende Aufträge, Rückgänge beim Umsatz und Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit – viele Unternehmen erleben mit der Corona-Krise die größte Belastungsprobe ihrer Geschichte. Erfreuliche Nachrichten sind selten geworden – doch eine präsentiert nun der Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt. Denn eine große Mehrzahl der in Mannheim ansässigen Unternehmen ist mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden.

Nach den Ergebnissen der Unternehmensbefragung, die das Marktforschungsinstitut LQM aus Mainz erhoben hat, sagen 92 Prozent der Firmen, dass sie sich mit dem Standort verbunden fühlen. 91 Prozent geben an, dass sie auch künftig hier investieren wollen. Bei beiden Faktoren ist zwar ein leichter Rückgang zu verzeichnen, allerdings auf sehr hohem Niveau und nur um jeweils zwei Prozentpunkte. Eine hohe Zustimmung gibt es weiterhin für die Kundennähe (91 Prozent).

Fachkräfte spielen eine Rolle

Als größte Herausforderungen für das eigene Unternehmen in den nächsten fünf Jahren wird am häufigsten (67 Prozent) die wirtschaftliche Entwicklung genannt, gefolgt von der Fachkräftegewinnung (54 Prozent). „Erfreulich“ nennt der für Wirtschaft zuständige Bürgermeister Michael Grötsch (CDU) die Ergebnisse: „Die Unternehmen fühlen sich sehr verbunden und planen auch langfristig und nachhaltig in Mannheim.“ Er ist davon überzeugt, dass sich die Auswirkungen der Corona-Krise in der nächsten Unternehmensbefragung in zwei Jahren ablesen lassen. „Wir gehen davon aus, dass uns dann die Befragung eine unterstützende Hilfestellung bietet, für unseren Standort und für unsere Unternehmen die richtigen Schlüsse zu ziehen, um zukünftigen Herausforderungen gezielt begegnen zu können“, so Grötsch.

Die Umfrage im Auftrag der städtischen Wirtschaftsförderung wurde erstmals 2012 und seitdem alle zwei Jahre durchgeführt, um die Stimmung zu ermitteln. Die Daten erhebt das Marktforschungsinstitut LQM, das zwischen dem 17. Februar und 22. März 532 Firmen mit mindestens fünf Mitarbeitern online und telefonisch befragt hat. Die Umfrage fiel in einen Zeitraum, in dem die Corona-Krise gerade ausbrach.

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