Speyer

Evangelische Akademie Unbequeme Relikte in der Diskussion

Ist das Geschichte – oder kann das weg?

Speyer.Über den angemessenen Umgang mit unbequemen Relikten der Vergangenheit veranstaltet die Evangelische Akademie der Pfalz in Kooperation mit dem Zentralarchiv der pfälzischen Landeskirche am 30. und 31. Oktober im Historischen Rathaus in Speyer eine Tagung.

Unter dem Motto „Ist das Geschichte oder kann das weg?“ erörtern Historiker, Archivare, Publizisten und Theologen im Stadtratssitzungssaal, warum über Objekte wie die „Hitlerglocke“ in Herxheim am Berg, den Reichsadler auf dem Kriegerdenkmal in Ludwigshafen-Ruchheim oder Gefallenentafeln in Kirchen erbittert gestritten wird, teilt die Akademie mit. Diskutiert werde, ob diese erhalten, erklärt, uminszeniert oder entfernt werden sollten.

Gefragt werde bei der Veranstaltung auch, ob es eine besondere kirchliche oder theologische Perspektive auf solche Fragen gebe, heißt es. Anlass der Tagung ist das 90-jährige Bestehen des Zentralarchivs in Speyer.

Am Freitag, 30. Oktober, geben Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik (Berlin) und die Münchner Historikerin Claudia Lepp ab 19.20 Uhr Impulse zum Thema, im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch. Historiker und „Spiegel“-Journalist Felix Bohr referiert am Samstag, 31. Oktober, um 11 Uhr über öffentliche Debatten zu umstrittenen historischen Relikten. Ab 13.30 Uhr nennen weitere Referenten regionale Fallbeispiele aus den Bereichen Gedenkstätten, Archivalien und Museumsstücke. Um 16 Uhr spricht der frühere Bildungsdezernent der Landeskirche, Michael Gärtner, über das Thema „Was sagt die Theologie? Was tun die Kirchen?“, um 16.30 Uhr gibt es eine Abschlussdiskussion. epd

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