Speyer

ARC Vier Menschen aus vier Ländern bieten Domführungen in ihrer Muttersprache an

Junge Europäer bringen Steine zum Sprechen

Speyer.Die Besucher des Doms erwartet noch bis Sonntag, 25. August, ein besonderes Angebot: Florian Hoffmann aus Deutschland, Alex Howell aus England, Tania de Laat aus Belgien und Bárbara Ruiz Lucini aus Spanien bieten kostenlos und spontan Domführungen in ihrer jeweiligen Landessprache an. Sie sind damit Teil eines Programms der ökumenischen Organisation ARC. Diese entsendet junge Leute aus ganz Europa an bedeutende Kirchen, um mit dem Projekt für ein internationales und überkonfessionelles Miteinander zu werben. Der Dom ist seit mehr als 20 Jahren Teil des Projekts.

2019 bieten vier junge Europäer Führungen in deutscher, englischer, spanischer und flämischer Sprache an. Am Dom wollen sie, gemäß dem Motto der Organisation ARC, „Steine zum Sprechen bringen“. Ziel ist es, in der Begegnung mit den Besuchern die spirituellen und historischen Dimensionen des beinahe 1000-jährigen Bauwerks erlebbar machen.

Im südlichen Seitenschiff

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr Teil des ARC-Projektes sind“, so Bastian Hoffmann, Leiter des Dom-Besuchermanangements. „Da die Vorhalle restauriert wird, werden die ARC-Domführer im südlichen Seitenschiff zu finden sein, von wo aus sie mit den Besuchern auf Entdeckungsreise durch den Dom gehen.“

Das Angebot besteht täglich außer mittwochs, jeweils von 10 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr, sonntags nach der Messe gegen 11.30 Uhr. Besucher können ohne Voranmeldung je nach Verfügbarkeit die Begleitung durch einen ARC-Domführer in Anspruch nehmen. Um eine Spende zugunsten des ARC-Projektes wird gebeten.

Alex Howell ist 20 Jahre alt und stammt aus Manchester. Er studiert Geschichte und hat sich intensiv mit dem Investiturstreit unter Heinrich IV. beschäftigt, weshalb es für ihn ein besonderes Erlebnis ist, nach Speyer zu kommen. Beim ARC-Projekt hatte er im vergangenen Jahr in Nizza Führungen angeboten.

Florian Hoffmann ist Student der evangelischen Theologie im achten Semester in Mainz. Engagement in Kirche und Gesellschaft sind dem 30-Jährigen wichtig. Im letzten Sommer war er für ARC in Perigueux in Südfrankreich tätig.

Tania de Laat, 25 Jahre alt, kommt aus der Stadt Ternat in der Nähe von Brüssel. Sie befindet sich bereits im letzten Jahr ihres kunstwissenschaftlichen Studiums.

Bárbara Ruiz Lucini studiert Geschichte an der Universität Alcalá de Henares. Sie ist in der katholischen Jugendarbeit ihrer Heimatgemeinde aktiv. Sie macht zum zweiten Mal bei ARC mit und war im vergangenen Jahr in Montpellier.

Teil des Projekts ist das Leben als internationale, christliche Gemeinschaft. Die vier jungen Leute eint nicht nur ihre Tätigkeit am Dom. Sie leben als internationale, christliche Gemeinschaft in einer Unterkunft und verbringen ihre Freizeit miteinander – auch dies ist Teil der Grundidee des Programms. Das Besuchermanagement des Doms organisiert aus diesem Grund verschiedene gemeinsame Aktivitäten. So stehen in diesem Jahr sowohl Besuche in Worms als auch einen Ausflug in den Pfälzerwald auf dem Programm.

Zur Vorbereitung erhielten die Studenten vorab Informationen über den Dom. Während ihrer Zeit in der Pfalz werden sie selbst an Führungen teilnehmen, etwa durch den Domschatz, die Stadt, aber auch durch Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Über die Organisation

ARC ist eine internationale ökumenische Organisation, die in den Sommermonaten Führungen an bedeutenden europäischen Kathedralen organisiert. Die drei Buchstaben ARC stehen für die französischen Wörter „Accueil“ (Empfang), „Rencontre“ (Begegnung) und „Communauté“ (Gemeinschaft). zg

Info: Weitere Informationen unter www.arc-deutschland.de

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