Speyer

Literatur Michael Kleeberg liest zum Auftakt aus seinem Roman „Der Idiot des 21. Jahrhunderts“

Kaleidoskop globaler Probleme und Konflikte

Speyer.Wenn Michael Kleeberg die Speyer.Lit-Reihe eröffnet, dann wird auch die Pfalz ein Thema sein: Sein neuer Roman „Der Idiot des 21. Jahrhunderts“ kann auch als Liebeserklärung an den pfälzischen Ort Hauenstein gelesen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Am Dienstag, 29. Januar, wird der Autor in der Heiliggeistkirche ab 20 Uhr zu hören sein.

Im Zentrum von Kleebergs neuem Buch steht eine Gruppe von Freunden, die fest daran glauben, dass eine andere Welt möglich ist. In zwölf Teilen erzählt der Roman ihre Geschichten, die als Anleitung für eine humanere Gesellschaft verstanden werden können. Sie sind ein Kaleidoskop der Probleme und Konflikte unserer Zeit – vom Libanon und Iran bis in die pfälzische Provinz. Ein Schlüsselkapitel des Romans trägt den Titel „Hääschde“ und ist eine Hommage an den pfälzischen Ort Hauenstein.

Heimat und Exil

Kleeberg hat sein Buch im Untertitel als „Divan“ bezeichnet. Die im arabischen Raum verbreitete Bezeichnung für eine Gedicht- oder Prosasammlung ist hierzulande durch Goethes Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“ bekanntgeworden. Wie das Buch des großen Vorgängers erzählt auch „Der Idiot des 21. Jahrhunderts“ von der Begegnung zwischen Orient und Okzident. Er berührt die großen Themen unserer Zeit, Gewalt und Krieg, Flucht und Vertreibung, Heimat und Exil.

Zur Freundesrunde, die sich im Taunus bei Frankfurt trifft, gehören ein deutscher Lehrer und ein arabischer Dichter, eine Sängerin aus dem Iran und ein ehemaliger Sozialarbeiter aus Frankfurt. Ihre Erzählungen fügen sich zu einem geschichtenreichen Buch, das von einer langjährigen intensiven Beschäftigung des Autors mit dem arabischen und persischen Raum zeugt, wie die Stadt weiter in der Pressemitteilung schreibt.

Autor mit Auszeichnung

Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, lebt heute als Schriftsteller und Übersetzer – unter anderem für Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene und Paul Bowles – in Berlin. Seine Werke wie beispielsweise „Ein Garten im Norden“oder „Vaterjahre“ wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Zuletzt erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis (2015), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2016) und hatte die Frankfurter Poetikdozentur 2017 inne. zg

Info: Weitere Infos zu den Veranstaltungen der Speyer.Lit Reihe: www.speyer.de/lit

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