Speyer

St. Ludwig Neue Nutzung fürs Gelände zwischen Kirche, Korngasse und Wormser Gäßchen

Kolumbarium beim Kirchturm

Archivartikel

Speyer.Im Turm der einstigen Konviktskirche St. Ludwig wartet eine Glocke auf ihren nächsten Einsatz. Anlass dafür könnte die Einweihung des Kolumbariums, am besten gekoppelt mit der ersten Urnenbestattung im bis dahin dafür ausgestatteten Rosengarten sein. Das nach der Schließung des Bistumshauses der Verwilderung preisgegebene Gelände zwischen dem Kirchengebäude und den Mauern zur Korngasse und zum Wormser Gäßchen eignet sich nach Meinung der nach wie vor für eine Umwidmung kämpfenden Bürgerinitiative bestens.

Sie wird angeführt von Helga Schädler, der Gattin des einstigen Landrats und Regierungspräsidenten Dr. Paul Schädler, Pfarrer i.R. Bernhard Linvers, Theologe und Pädagoge Klaus Pfeifer sowie Anna Altinger, Leiterin des Katholischen Frauenbundes in St. Joseph.

Im Vorfeld der Pressekonferenz des Projektentwicklers, der Project-Bisping-Gesellschaft, erörterte der frühere Bürgermeister der badischen Gemeinde Östringen, Walter Muth, mit dem Führungsteam die Möglichkeiten der Realisierung.

Keine Steine in den Weg legen

Die beiden Bisping-Geschäftsführer Jutta und Wilhelm Kuttler möchten, wie berichtet, der aus vielen Katholiken und auch einigen Protestanten bestehenden Sankt-Ludwig-Initiativgruppe keinen Stein in den Weg legen und beim Umbau sicherstellen, dass das seit Februar 2016 profanierte Gotteshaus vom direkt angrenzenden Gebäudetrakt getrennt und so losgelöst seiner künftigen Verwendung zugeführt werden kann. Den Anschluss an die Fernwärme stellen die Kuttlers im Zuge der nach Plan Anfang März beginnenden Umbauarbeiten sicher.

Ob der Schlüssel zur gewünschten Urnenbestattungsstätte in einem ökumenisch orientierten Trägerverein oder einer Stiftung St. Ludwig liegt, müssen die engagierten Gläubigen in den nächsten Wochen ebenso erkunden wie die Finanzierungsfrage und eine sinnvolle Kooperation mit der Stadt.

Die wird sicherlich keine Konkurrenz zum Friedhof wollen, kann sich aber nach Ansicht der Initiative einer zweiten und zudem innenstadtnahen Bestattungsstätte kaum entziehen, da mit einem bürgernahen Kolumbarium der häufigen Hinwendung zum Dudenhofener Friedwald eine Alternative in der Speyerer Innenstadt entgegengesetzt werden könnte.

Das nächste Gespräch werden die Verfechter der Urnenbestattungsstätte St. Ludwig deshalb mit der Stadtverwaltung führen. Und dann ein Konzept erarbeiten, das bei dem Eigentümer auf Wohlwollen stößt. Knackpunkt des Vorhabens in und rund um die Ludwigskirche ist natürlich der Kaufpreis, den Jutta und Wilhelm Kuttler dem Vernehmen nach bei knapp einer Million Euro ansiedeln wollen.

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