Speyer

„Speyer.Lit“ Arno Geiger liest aus „Unter der Drachenwand“

Liebe in Zeiten des Kriegs

Speyer.– Zum Abschluss der Reihe „Speyer.Lit“ stellt der österreichische Autor Arno Geiger (Bild) am Dienstag, 17. April, 20 Uhr, im Alten Stadtsaal seinen aktuellen Roman „Unter der Drachenwand“ vor. Der von der Literaturkritik hoch gelobte Roman rekonstruiert einfühlsam die Gemütslage in einem kleinen Dorf in der Nähe von Salzburg am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Veit Kolbe, die Hauptfigur des Romans, verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet, und was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Und wie fern ist der Frieden? Einen Monat? Ein Jahr? Und was kommt danach?

Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.

Arno Geiger hat aus der kleinen, nicht in Geschichtsbüchern zu findenden Wirklichkeit der letzten Kriegsjahre ein bemerkenswertes Stück Literatur geformt. 1968 geboren, lebt er in Wien und Wolfurt. Er erhielt den ersten Deutschen Buchpreis 2005 für „Es geht uns gut“. zg

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