Speyer

Konzertreihe „Kontrapunkte“ überzeugt mit vier hochkarätig besetzten Veranstaltungen / „Duo Windspiel“ treten als Erstes auf

Neue und alte Musik stehen sich gegenüber

Archivartikel

Speyer.Die Konzertreihe „Kontrapunkte Speyer“ verspricht durch die Gegenüberstellung von Neuer, neuester, älterer und Alter Musik außergewöhnliche und spannende Konzerterlebnisse, heißt es in einer Pressemitteilung. Die vier Konzerte finden im Zeitraum vom Sonntag, 31. März, bis Sonntag, 12. Mai, statt.

Das Duo Windspiel, Verena Wüsthoff (Blockflöten) und Eva Zöllner (Akkordeon) präsentiert im Eröffnungskonzert am Sonntag, 31. März, unter dem Titel „Zeitenspiel“ neue Kompositionen, die von Musik aus vergangenen Zeiten inspiriert sind. Windspiel lädt ein, Musik von gestern und heute hautnah zu erleben, spannende Beziehungen zu entdecken und so manches in neuem Licht zu sehen oder vielmehr zu hören. Der programmatische Bogen spannt sich dabei von neuester Musik zurück bis zu Musik von Hildegard von Bingen und Josquin Desprez.

Olivier Messiaens’ monumentale „Visions de l’Amen“ für zwei Klaviere sind ein Meilenstein der Musik des 20. Jahrhunderts und stehen im Mittelpunkt des zweiten Konzertes am Sonntag, 7. April. Es handelt sich um ein Klanggemälde von barocken Dimensionen, in dem das hebräische Wort „Amen“ den Ausgangspunkt bildet. Darüber entwickelt Messiaen seine eigenen Deutungen vom „Amen der Schöpfung“ bis hin zum „Amen der Erfüllung“. Die „Visions de l’Amen“ entstanden 1943 während des Kriegs. Trotzdem strahlt das Werk eine vorbehaltlose Lebensbejahung aus. Das Klavierduo Christine und Stephan Rahn verspricht eine packende Interpretation des für die Interpreten in höchstem Maße anspruchsvollen Werks.

Das dritte Konzert am Sonntag, 5. Mai, stellt die in Rheinland-Pfalz lebende Pianistin und Komponistin Birgitta Lutz vor. Als Preisträgerin des Deutschen Musikrats konzertierte sie weltweit. Klavierkompositionen und Lieder von Birgitta Lutz stehen auf dem Programm, das die Komponistin gemeinsam mit dem Tenor Marcus Ullmann präsentieren wird. Lieder Ludwig van Beethovens wie beispielsweise der berühmte Liederzyklus „An die ferne Geliebte“, auf den sich Birgitta Lutz in ihrem Variationszyklus „Nostalgia“ bezieht, bilden reizvolle Kontrapunkte innerhalb des Programms.

Den Abschluss am Sonntag, 12. Mai, bildet das Konzert, das bereits 2017 geplant war, damals jedoch aufgrund einer plötzlichen schweren Erkrankung der Flötistin abgesagt werden musste.

Virtuoses Duo

Gemeinsam mit dem Eliott-Quartett und dem Kontrabassisten Jon Diven wird die Heidelberger Flötistin Kathrin Christians Michael Nymans Flötenkonzert aufführen. In der gleichen Besetzung wird auch Ernest Blochs klangschöne „Suite Modale“ aus dem Jahr 1956 zu hören sein. Spannende Kontraste werden zudem „Bridging and Branching“, ein virtuoses Duo für Flöte und Kontrabass des amerikanischen Komponisten Anderson Thomas Jefferson, sowie ein Streichquartett von Sergei Prokofjew liefern. Alle vier Konzerte finden im Historischen Ratssaal statt und beginnen um 18 Uhr. zg

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