Speyer

Kultur Im Historischen Museum der Pfalz in Speyer eröffnet die medizingeschichtliche Schau am 5. September zum zweiten Mal

Neustart für „Medicus“-Ausstellung

Archivartikel

Speyer.Bis zur Corona bedingten Zwangspause hat die „Medicus“-Ausstellung in Speyer 85 000 Gäste ins Historische Museum der Pfalz gelockt. Nun darf die Schau – unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorkehrungen – am 5. September wieder eröffnen. Ein Termin für den Neustart der „Grüffelo“-Ausstellung steht indes noch nicht fest.

„Da die nationalen und internationalen Leihgeber die Ausstellungsstücke länger in der Domstadt lassen, ist die Wiedereröffnung überhaupt möglich“, betont Museumsdirektor Alexander Schubert. Normalerweise würden solche kulturhistorisch bedeutsamen Exponate nur sechs Monate entliehen. „Wir konnten aber in vielen Gesprächen unser Anliegen vermitteln, gerade diese Ausstellung, die den Spuren der medizinischen Erkenntnis folgt und aufzeigt, wie vergangene Generationen mit den großen gesundheitlichen Herausforderungen umgegangen sind, in den von der Pandemie geprägten Zeiten erneut präsentieren zu können“, erklärt Schubert. Zum Glück sei in der aktuellen Krise eine besondere Solidarität unter den Museen spürbar. Zudem hätten viele Partnerinstitutionen ebenfalls damit zu kämpfen, dass über Jahre vorbereitete Großprojekte dem Corona-Lockdown zum Opfer gefallen sind.

In Speyer soll nun eine eigene Sektion entstehen, die Covid-19 in die Historie weltumspannender Epidemien einordnet. Es sei ein Gebot der Stunde, Schnittmengen zwischen medizingeschichtlichen Phänomenen und der aktuellen Entwicklung aufzuzeigen: „Unsere kulturgeschichtlichen Ausstellungen haben immer einen großen Gegenwartsbezug, wenngleich dieser wahrscheinlich selten so greifbar war wie im Falle der Medizingeschichte und Corona“, so Schubert. „Gesichts- und Atemschutzmasken, Abstandsgebote und Quarantäneregeln waren schon in früheren Zeiten die ersten Einflussmaßnahmen, um Ansteckungsrisiken zu mindern.“

Überarbeitet werden müsse neben dem Weg durch die Ausstellung nun auch die Präsentation, denn viele interaktive Stationen regen zum Anfassen an, was in Corona-Zeiten undenkbar sei. Rechtzeitig vor der Wiedereröffnung des Museums werden online Eintrittskarten erhältlich sein. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. 

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