Speyer

Weltkontinenzwoche Infostand vorm Altpörtel klärt auf

Nicht aus Scham schweigen

Speyer.Was ist das für eine Volkskrankheit, die man mit einem Lachen abtut, anstatt zum Arzt zu gehen? Während der internationalen Weltkontinenzwoche soll genau darüber aufgeklärt werden.

Ziel ist es, die schätzungsweise neun Millionen Betroffenen in Deutschland zu animieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn über die Hälfte schweige aus Scham und bleibe unbehandelt.

"Wir vom Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz unterstützen die Initiative der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft und werden am Samstag, 24. Juni, von 10 bis 15 Uhr vor dem Altpörtel für Fragen zur Verfügung stehen. Wir wollen über die unterschiedlichen Formen der Inkontinenz, ihre Ursachen und Therapiemöglichkeiten informieren, denn Hilfe ist möglich", erläutert Steffen Vollweiler.

Er ist Koordinator des Zentrums und Oberarzt der Urologischen Kliniken des Sankt-Vincentius-Krankenhauses Speyer und des Vinzentius-Krankenhauses Landau, unter deren Führung das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz steht.

"Die Ursachen von Harn- und Stuhlinkontinenz sind ganz verschieden. Entscheidend für den individuellen Therapieerfolg ist eine exakte Diagnose. Voraussetzung hierfür sind detaillierte Informationssammlung, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere diagnostische Analysen. Erster Ansprechpartner hierfür ist immer der Haus- oder Facharzt", ergänzt Professor Dr. Gerald Haupt, Chefarzt der beiden Urologischen Kliniken.

Vielfältige Therapiemöglichkeiten

Nach der Diagnose erfolgt die Erstellung eines individuellen Therapieplans, der darauf ausgerichtet ist, die für den Patienten schonendste Therapieform auszuwählen. "Ob eine medikamentöse Therapie, ein spezielles Trainingsprogramm, ein traditionelles oder modernes operatives Verfahren in Frage kommen, hängt vom einzelnen Fall ab", erklärt Vollweiler das Procedere.

Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz arbeiten Fachärzte der Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Pädiatrie, Inneren Medizin und Radiologie mit Physio- und Urotherapeuten sowie Kontinenzmanagern eng zusammen, um Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens zu therapieren. zg

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