Speyer

Benefizkonzert Rotary Club will Sanierung des Instruments der Dreifaltigkeitskirche unterstützen

Orgel soll nicht mehr auf letztem Loch pfeifen

Speyer.Mit seinen bislang 20 Benefizkonzerten hat der Rotary Club Speyer schon annähernd 300 000 Euro eingespielt. Zum Auftakt 1997 hatten die beiden rotarischen Musikprofessoren Leo Krämer an der Orgel und Helmut Erb an der Trompete brilliert. Die 21. Auflage am Samstag, 26. Januar, 19 Uhr, in der Dreifaltigkeitskirche steht unter einem besonders günstigen Stern.

Denn mit dem „Spiritus Rector“ der gesamten Konzertreihe steht Professor Helmut Erb zurzeit als Präsident an der Spitze des 69 Mitglieder zählenden Serviceclubs. Der langjährige Dozent an der Hochschule für Musik Würzburg hat für das Galakonzert das Sinfonieorchester der Musikhochschule gewonnen. Bei 1000 Konzertbesuchern erhofft sich der Rotary Club mindestens 15 000 Euro, die dem Bauverein der Dreifaltigkeitskirche als Finanzierungshilfe zukommen werden für den ins Auge gefassten Einbau einer neuen Orgel.

Das 1929 erbaute Instrument ist nach Auskunft von Pfarrerin Christine Gölzer „von der Technik her hoffnungslos veraltet“ und pfeift, wie es im Faltblatt zum Benefizkonzert heißt, „auf so manchem letzten Loch“. Mit der neuen Orgel soll schon möglichst bald das i-Tüpfelchen auf die Innenrenovierung gesetzt werden.

Der Orgelsachverständige der Evangelischen Landeskirche, Gero Kaleschke, plant den Neubau mit unverändertem Prospekt (Schauseite), aber mit einer Rückkehr zur mechanischen Traktur, die in der barocken Kirche mehr barocken Klang ermöglichen soll. Historisch wertvolles Pfeifenmaterial soll wiederverwendet werden.

Rückkehr in die Kirche

Rund eine Million Euro sind für die Investition veranschlagt. Die ersten 100 000 Euro sind schon angesammelt. Erst wenn die Finanzierung steht, soll der Startschuss erfolgen. Mit dem krönenden Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten rund um die Dreifaltigkeitskirche rechnet die Pfarrerin Mitte der 20er Jahre.

Wegen der Renovierung mussten die Rotarier mit ihren stets für Januar terminierten Benefizkonzerten in andere Spielstätten ausweichen. Nun ist Erb „froh, dass wir in unsere Kirche zurückkehren konnten“. Für den Organisationschef des Clubs ist die barocke Kirche „der schönste sakrale Raum in Speyer und zudem mit der besten Akustik“. Nach der Staatsphilharmonie im vergangenen Jahr wolle jetzt das Würzburger Sinfonieorchester an dieses großartige Musikerlebnis anknüpfen. Ari Rasilainen, von 2002 bis Juni 2009 Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, lehrt seit 2011 an der Hochschule für Musik Würzburg als Professor für Dirigieren und Orchesterleitung. Fürs Benefizkonzert in Speyer hat der herausragende Dirigent zur Einstimmung in den Konzertabend das Vorspiel zu Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ ausgewählt. Beim dritten Violinkonzert von Camille Saint-Saens wird der 2018 mit 26 Jahren auf eine Professur an die Musikhochschule berufene Tobias Feldmann seine großen Fähigkeiten an der Violine unter Beweis stellen.

Einen Leckerbissen serviert das Hochschulsinfonieorchester im zweiten Konzertteil: Die achte Sinfonie in G-Dur von Anton Dvorak ist ein, so Erb, „himmlisches Werk voller heller Momente, poetischer Stimmung und reicher böhmischer Motivik“.

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