Speyer

Konzert Herman van Veen macht auf seiner „Neue Saiten“-Tour Station im Rosengarten

Plädoyer für den aufrichtigen Menschen

Mannheim.Wer mit bald 75 Jahren noch neuen Saiten aufzieht, muss innerlich jung geblieben sein. Auf kaum einen Künstler trifft das so zu wie auf Herman van Veen. Der Clown, Kabarettist, Komponist und Chansonnier, der in seinen Bühnenprogrammen unvergleichlich Poesie und Virtuosität mit entwaffnenden Albernheiten mischt, feiert sein 45-jähriges Bühnenjubiläum in Deutschland. Dass er dafür am Freitag, 6. Dezember, um 20 Uhr in den Rosengarten Mannheim kommt, nimmt nicht Wunder: Hier macht er seit Jahrzehnten regelmäßig Station.

Dabei bringt er exquisite Begleiter mit, die schon lange an seiner Seite sind: seine Gitarristin und musikalische Partnerin Edith Leerkes, Sängerin und Geigerin Jannemien Cnossen, Sängerin und Percussionistin Wieke Garcia und Bassist Kees Dijkstra.

Das Album „Neue Saiten“ (natürlich für die Geige, die er seit Beginn seiner Karriere 1966 spielt) klingt typisch nach van Veen, aber auch so frisch und modern im Sound wie der Vorgänger „Fallen oder Springen“, auf dem er unter anderem den Verlust seines lebenslangen musikalischen Wegbegleiters Erik van der Wurff musikalisch verarbeitet hat. Was Herman van Veen auszeichnet, ist sein Eintreten für Warmherzigkeit, Respekt, Liebe und Toleranz.

Viele humanitäre Auszeichnungen

„Seine Töne und Texte sind in der Summe ein Plädoyer für den aufrichtigen Menschen, weswegen sich unter seinen vielen Ehrungen nicht nur künstlerische, sondern auch humanitäre Auszeichnungen finden“, heißt es im Pressetext zur Tournee, die ihn zu 86 Konzerten im deutschsprachigen Raum führt.

Mit geistreichen, rätselhaften, lustigen und manchmal verrückten Worten verzückt der Mann mit der hohen Stirn und den tiefblauen Augen sein Publikum. Mit seinem Gespür für Sprache, gepaart mit einer messerscharfen Beobachtungsgabe, erzählt er tragikomische Geschichten, die das Publikum in einen Zustand nachdenklicher Heiterkeit versetzen.

Aus Alltäglichkeiten arbeitet er emotionale Sensationen heraus, er erzählt auf unverkennbare Weise, was er sieht und fühlt und scheut sich nicht, selbstironisch oder albern zu sein. Das erzeugt eine Nähe, die jeder Besucher seiner Konzerte erfahren kann. Dabei kann van Veen auf ein schier unerschöpfliches Repertoire zurückgreifen, aus dem er auch immer wieder Klassiker wie „Ich hab ein zärtliches Gefühl“ präsentiert.

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