Speyer

Kriminalität Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug

Razzia bei Kreditfirmen

Frankenthal/Speyer.Fahnder des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz und des Zolls haben gestern sechs Firmen im Raum Speyer und fünf Wohnungen in der Pfalz durchsucht. Es geht um den Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs an Kreditkunden, wie der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, mitteilte. Demnach werde auch gegen die Speyerer Firma Maxda ermittelt. Laut Ströber sollen die Unternehmen im großen Stil Kunden mit zu erstattenden Fahrtkosten betrogen haben. "Da mussten Fahrtgelder gezahlt werden, wo überhaupt keine angefallen sind", sagte er. Durch die hohe Fallzahl könnte der Schaden in die Millionen gehen. "Allein eine Firma hat 70 Mitarbeiter im Außendienst, die monatlich 4000 Kreditvereinbarungen treffen", deutete Ströber das Ausmaß an.

Die Hinweise auf den Betrug habe die Justiz Ende Juli von einem ehemaligen Mitarbeiter bekommen. Wie viele Personen letztendlich verwickelt sind, soll die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen zeigen. Zunächst richten sich die Vorwürfe gegen fünf leitende Mitarbeiter der Unternehmen. Zwei von ihnen sollen zusätzlich Sozialbetrug begangen haben. Ihnen wird vorgeworfen, Mitarbeiter als Selbstständige zu führen, obwohl es sich um sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse gehandelt habe. jei

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