Speyer

Stadtmarketing Schausteller hoffen auf eine Lösung auf dem großen Festplatz, wo Abstände eingehalten werden können

Rettungsanker Weihnachtsdorf

Speyer.Ein Weihnachtsdorf auf dem Speyerer Festplatz ist die große Hoffnung der Schausteller, um weiterhin Einnahmen generieren zu können, wie sie das bisher im unteren Domgarten konnten. Die Marketingabteilung der Stadt arbeitet derweil auf Hochtouren. Die Planungen sind ein Spagat zwischen Entgegenkommen und Verantwortung.

„Love it, change it or leave it – liebe es, ändere es oder lass es bleiben.“ So kommentierte Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) in der Sitzung des Tourismusausschuss die Ausgangssituation zum vorweihnachtlichen Veranstaltungsflair in Speyer. Die Liebe zum Weihnachtsmarkt steht auf allen Seiten außer Frage. Dass etwas am Konzept geändert werden muss, um es Corona-gerecht zu machen ebenso. Die Planungen fallen zu lassen, das gefällt allen am wenigsten – ausgeschlossen ist das jedoch nicht. „Im Moment stellt die Organisation eine Herausforderung dar“, verdeutlicht Kabs. Damit meint sie nicht nur die erschwerten Bedingungen, sondern die fehlende Planungssicherheit im Allgemeinen. Ein definitives Ja zur Ausrichtung eines Weihnachtsdorfes formulierte Kabs deshalb auch nicht. Stattdessen äußerte sie „ein entschiedenes Vielleicht.“

Schlittschuhbahn auch möglich

Sollte sich dieses durchsetzen, dürfen sich die Besucher auf weihnachtliches Flair unter den Bäumen im hinteren Festplatzbereich – also rechter Hand der sogenannten „Helmut Kohl-Treppe“ – freuen. Abgesehen von den Speyerer Schaustellern mit ihren Versorgungsständen wäre dort auch die Schlittschuhbahn in das Konzept integriert, informierte Heidi Jester vom Stadtmarketing. Die Fläche war in den vergangenen Jahren vor dem Altpörtel als Gegengewicht zum Hauptweihnachtsmarkt zwischen Stadthaus und Alter Münz’ zu finden gewesen.

Was den Kunsthandwerkermarkt betrifft, sind die Entscheidungen noch offen. „Wir müssen schauen, wo und ob dieser überhaupt stattfinden kann“, sagt Kabs. In keinem Fall möglich sei es in Speyer, Buden locker auf der Maximilianstraße zu verteilen. „Wir haben die Genehmigung der Freisitze bis zum Frühjahr erteilt, da können wir keine Stände zwischenrein stellen“, erklärte die Bürgermeisterin. Für die Gastronomen, die ja auch unter der Situation leiden, ist das übrigens kostenfrei.

Bei den Planungen zum Weihnachtsdorf ausgeschlossen werden mussten von Anbeginn der untere Domgarten, wo die Schausteller aktuell noch ihre Stände betreiben, und der Bereich rund um den Dom. Während in einem Fall weder Bodenbeschaffenheit, noch Infrastruktur fürs Weihnachtsgeschäft geeignet sind, sitzt der Stadt im anderen Fall der Denkmalschutz im Nacken. „Unterirdisch ist noch einiges zu finden, weswegen auf der Oberfläche weder etwas stehen darf, noch Lkw rangieren dürfen“, meint Kabs.

Vorgesehen ist laut Jester, das Weihnachtsdorf, wenn es denn möglich ist, unmittelbar nach dem Totensonntag zu öffnen und wie bisher bis zum 6. Januar laufen zu lassen. „Die Gespräche bezüglich der Umsetzung sind sehr konkret, aber wir müssen beachten, dass die Lage in Sachen Pandemie weiterhin sehr fragil ist“, machte Kabs auf die derzeit extrem steigenden Infektionszahlen aufmerksam.

Während das konkrete Wie der Organisation eines solchen Weihnachtsdorfes noch nicht abschließend geklärt ist, wurde eine Entscheidung in der Verwaltung bereits gefällt: Die Nutzung des Shuttle-Verkehrs ist an den Adventswochenenden unentgeltlich.

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