Speyer

Theaterfreizeit 67 Kinder und Jugendliche präsentieren ihre einstudierten Ergebnisse

Schauspielerei und Rhythmik

Speyer.Als die jungen Teilnehmer der Theaterfreizeit am Samstag ihr Können im Alten Stadtsaal zeigen wollten, war der Andrang groß: Schon von Weitem ist die Schlange zu erkennen, die sich vor dem Eingang des Theaters gebildet hat. Unzählige Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde sind gekommen, um die Szenenschau zu begutachten, die die Nachwuchsschauspieler bei einer Theaterfreizeit vorbereitet haben.

Unter der Leitung von Nicole Schneider probten die Kinder und Jugendlichen eine Woche lang verschiedene Sketche, Choreographien und pantomimische Darstellungen und übten sich in verschiedenen Workshops, unter anderem geleitetet von Kevin Herbertz und Ricardo Espinosa, in Pantomimik, Rhythmik, Schauspielerei und vielem mehr. Laut Schneider stand hierbei neben der Heranführung an das Theater vor allem der Zusammenhalt und der Spaß der Kinder im Vordergrund.

Die Theaterfreizeit des Kinder-und Jugendtheaters Speyer findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal bei einem Partnerprojekt mit der BASF statt.

Die Szenenschau beginnt mit einer musikalischen Darbietung des Liedes "Happy" von Pharell Williams. Große und kleine Künstler singen, trommeln und verbreiten so ganz automatisch ausgelassene Stimmung im Alten Stadtsaal. Ihr Auftritt ist gefolgt von einem Sketch, der besonders bei den jüngeren Zuschauern auf große Zustimmung stößt: Zwei junge Mimen spielen eine Szene des Youtubers "Freshtorge" nach, in der es um einen Lehrer geht, der mit seiner dümmlichen Schülerin zu kämpfen hat. Hierfür ernten sie neben vielen Lachern auch üppigen Applaus.

Professionell wie die Großen

Dann betritt eine Gruppe von Mädchen die Bühne. Augenscheinlich gehören sie zum jüngeren Teil der Theaterfreizeit und doch verhalten sie sich professionell wie die ganz Großen: Sie haben eine Choreographie einstudiert, die sie stolz präsentieren.

Zu fröhlicher Musik und Nebel, der aus einer Maschine dringt, bewegen sie sich, klatschen, tanzen und verschwinden später mit einem strahlenden Lächeln wieder hinter die Bühne. "An der Theaterfreizeit mochte ich, dass wir alle zusammen so viel Spaß hatten" sagt die elfjährige Annika, "Wir konnten so viel ausprobieren und die Auswahl an Workshops war wirklich groß!"

Diese Tatsache erklärt wohl die Vielfalt, die das Programm bietet: Es folgen pantomimische Darstellungen, Sketche und einige tänzerische Darstellungen. Hierbei ist vor allem eins spürbar: Die Kinder und Jugendlichen sind über die Woche zu einer Gruppe herangewachsen, die über jeden Altersunterschied hinweg sieht, einen einzigartigen Zusammenhalt hat, und die die Liebe zum Theater verbindet. Egal, ob die jungen Akteure nun mit Masken bekleidet stumm über die Bühne schleichen, lauthals eine neue Version des Liedes "Ab in den Süden" singen oder einen Sketch präsentieren, bei dem ein frischgebackener Vater merkt, dass er gar nicht der Vater ist, merkt man, wie viel Spaß sie alle dabei haben, auf der Bühne zu stehen. Und so ernten die Künstler nach ihrem Auftritt einen tosenden Applaus und viele lobende Worte. Und für die meisten Kinder und Jugendlichen ist wie für den neunjährigen Tobias klar: "Nächstes Jahr komme ich wieder!" lw

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