Speyer

Diakonissen Ehemalige Krankenhaus-Geschäftsführer erfüllen 91-Jähriger langgehegten Wunsch

Schwester Elsbeth geht in die Luft

Archivartikel

Speyer.Ein besonderes Geschenk zu ihrem 91. Geburtstag hat Diakonisse Elsbeth Gabelmann eingelöst: Vom Speyerer Flugplatz aus hob sie in einer Propellermaschine ab zum Rundflug über die Region.

„Mir kam es so vor, als würden wir ganz langsam fliegen, aber plötzlich waren wir schon in Schwetzingen“, schildert sie ihre Erlebnisse während des Fluges, der über den Hockenheimring, das Schwetzinger und das Heidelberger Schloss und über den Dom zurück nach Speyer führte.

Zwar sei es nicht ihr erster Flug gewesen, aber vor vielen Jahren auf dem Weg nach Kreta oder Moskau wäre sie eher über den Wolken unterwegs gewesen. „Dieses Mal sind wir ja nur einen Kilometer hoch geflogen, da kann man dann alles unten gut sehen“, so Schwester Elsbeth. Traurig fände sie allerdings, dass man überwiegend Straßen und Häuser sähe: „Wir haben nur noch wenig Felder und Wälder“, lautete ihr Eindruck.

Da der Flug nicht so hoch war, hatte auch ihr Arzt keine Bedenken, die rüstige 91-Jährige fliegen zu lassen. „Ein bisschen habe ich’s am Herzen und an der Lunge, da wollte ich auf Nummer sicher gehen“, erklärt die Diakonisse.

Zu verdanken habe sie das besondere nachträgliche Geburtstagsgeschenk dem ehemaligen Krankenhaus-Geschäftsführer Werner Vogelsang: „Er hat an meinem Geburtstag im Mai gehört, dass ich gern mal mit dem Hubschrauber fliegen möchte. Das ging zwar nicht, aber der Rundflug war mindestens genauso schön“, betont sie.

Und obwohl die Organisation mit Unterstützung des Flugplatz-Geschäftsführers Roland Kern eine rundum gelungene Sache war, gab es am Ende doch noch Kritik – als man ihr beim Aussteigen aus der Cessna helfen wollten: „Ich bin doch keine alte Frau“, sagte Schwester Elsbeth mit gespielter Empörung lachend. kj

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional