Speyer

Gestaltungsbeirat Erste Sitzung mit drei Themen

Schwierig – dennoch zielführend

Archivartikel

Speyer.Von einem positiven ersten Treffen des neu konstituierten Gestaltungsbeirats in Speyer berichtete Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) gemeinsam mit Stadtentwickler Bernd Reif. Inhaltlich schwierig sei das Treffen gewesen. Trotzdem sprachen beide von einer zielführenden und objektiven Diskussion aller Beteiligten.

Im März war das Gremium auf Forderung der Speyerer Wählergruppe (SWG) hin beschlossen worden. Fünf Architekten wurden dazu als beratende Personen in Bauangelegenheiten berufen. Vertreter der Stadtratsfraktionen nahmen am Treffen teil. Reif nannte als drei Hauptthemen des ersten Beisammenseins den Güterbahnhof, das Bistumshaus und die Jugendherberge. Die beiden letztgenannten wünscht sich der Beirat als Wiedervorlage in der nächsten Sitzung am Montag, 27. August.

Diskussion über Bistumshaus

Stark diskutiert worden seien die Stellplatzanlage und der Freibereich beim Bistumshaus, führte Reif aus. „Der Ansatz des Bauherrn ist, aus archäologischen Gründen nicht in die Tiefe zu gehen“, ergänzte er. „Das entspricht auch dem Wunsch des Landesdenkmalschutzes“, fügte Eger an. Bei allen anderen Belangen das Bistumshaus betreffend habe der Gestaltungsbeirat das Bauprojekt auf dem richtigen Weg gesehen.

Bei der Jugendherberge sei die Fassade der Problempunkt gewesen. „Hier soll noch mal in die Diskussion mit dem Bauherrn gegangen werden“, meinte Reif und merkte an: „Es geht nur ums Schickmachen.“ Schön gewesen wäre es, hätte die Fläche, auf der die Jugendherberge steht, entzerrt werden können. Das sei durch die baulichen Gegebenheiten im Umfeld allerdings nicht machbar.

Zum Fußweg, der von der Rheinpromenade auf das Areal des Gebäudes führt, sagte Eger: „Dass dieser Weg verlegt wird, ist Fakt. Konkret ist aber noch nichts festgelegt.“ Zur Fassade merkte er an: „Die kann durchaus mit etwas mehr Mut der Verwaltung optimiert werden.“

Mit einem veränderten Konzept sei der Bauherr des Boardingshouses aufgetreten, das am Güterbahnhof entstehen soll. „Der Kritikpunkt waren hauptsächlich die Stellplätze und die Rückansicht, die anschaulicher gestaltet werden muss“, fasste Reif zusammen. Jetzt sei ein modernes und kräftiges Gebäude geplant, was im Fachgremium diskutiert werden soll.

Bilanzierend stellte Eger fest, dass die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Gestaltungsbeirats nach diesem ersten Treffen hinfällig sei. „Der Blick von außen ist gut“, unterstrich er. Reif kündigte eine effektivere Arbeit an, da dem Gremium ab sofort Themen früher zugeleitet werden können.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional