Speyer

Technikmuseum Ehemalige Besatzungsmitglieder lassen Motor laufen und bieten Führungen an

Seenotkreuzer "in Aktion"

Speyer.Die seltene Gelegenheit, den prachtvollen Seenotkreuzer "John T. Essberger" in Aktion zu erleben und den Maschinenraum zu besichtigen, bietet das Technikmuseum von Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. Oktober. Ehemalige Besatzungsmitglieder führen an diesen Tagen den Motor des großen Schiffs vor und bieten Führungen im Maschinenraum an. Treffpunkt ist am Freitag um 15 und 16 Uhr, am Samstag um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr direkt auf dem Seenotkreuzer. Diese Aktion ist im regulären Eintrittspreis des Museums enthalten.

Die "John T. Essberger" wurde 1975 als erstes Schiff der großen 44-Meter-Klasse der DGzRS bei der Schweers-Werft in Bardenfleth an der Unterweser gebaut. Ihre drei Maschinen leisteten zusammen 7200 PS und beschleunigten sie auf 26 Knoten (rund 48 Stundenkilometer) Geschwindigkeit.

Platz für über 300 Schiffbrüchige

Wie alle Seenotkreuzer der DGzRS ist die "Essberger" als kentersichere und selbstaufrichtende Schweißkonstruktion vollständig aus seewasserbeständigem Leichtmetall gebaut. Der Seenotkreuzer verfügt über ein Tochterboot, ein Bordhospital, eine leistungsstarke Feuerlösch- und Fremdlenzanlage, ein Hubschrauber-Arbeitsdeck, ein zusätzliches schnelles Festrumpfschlauchboot sowie umfangreiche Kommunikations-, Navigations- und rettungsdienstliche Einrichtungen. Bei einem eventuell anfallenden Großschadensfall auf See konnten die Seenotkreuzer dieser Größe über 300 Schiffbrüchige unter Deck aufnehmen.

Stationiert war die "John T. Essberger" seit ihrer Indienststellung auf der Seeposition Fehmarn in der westlichen Ostsee. Zur Stammbesatzung zählten 13 Rettungsmänner, wovon jeweils sechs auf "Wache" waren. zg

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