Speyer

Vincentius-Krankenhaus Richtfest für Bettenhaus-Neubau / Vier Pflegestationen bis Ende 2022

Seiler: Erweiterung ist der richtige Schritt

Archivartikel

Speyer.Das Sankt-Vincentius-Krankenhaus Speyer hat rund zwei Jahre nach Baubeginn mit dem Richtfest für den Neubau des Bettenhauses A2 die erste große Bauphase abgeschlossen. Das Projekt mit einer Gesamtsumme von 18,1 Millionen Euro ist das größte in der über 100-jährigen Geschichte des Krankenhauses, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das neue Bettenhaus bietet auf rund 9 000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für vier Pflegestationen mit insgesamt 120 Betten, Aufenthaltsräume und Cafeteria für Patienten und Besucher sowie Küche, Archiv und Technikzentrale. Der Einzug ist teilweise und sukzessiv für Mitte 2021 geplant.

Dr. Wolfgang Schell, Geschäftsführer der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern, Träger des Sankt-Vincentius-Krankenhauses, begrüßte zum Richtfest mehr als 80 Gäste. Unter ihnen der Leiter der Abteilung Gesundheit im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Jochen Metzner, die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Sr. M. Pia Gensheimer, Vorstand der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern.

In seiner Rede verdeutlichte Schell, wie intensiv die zehnjährige Planungsphase zum Großprojekt war. Da man bei laufendem Krankenhausbetrieb bauen musste, waren bis zum tatsächlichen Baubeginn zahlreiche Interimsmaßnahmen durchzuführen. 2009 beispielweise wurde eine Modulstation errichtet (Station 9), später auch die Zentralküche und das Archiv verlegt. Start der Abbrucharbeiten mit Baggereinsatz erfolgte im August 2017 mit einem Abbruchvolumen von insgesamt 16 000 Kubikmetern.

Für den Abtransport benötigte man insgesamt 260 Lkw-Fahrten. Die Arbeiten gingen dann zügig weiter – auch wenn das für die Speyerer und die Krankenhausmitarbeiter nur schwer erkennbar war. Grund: Es mussten umfangreiche Arbeiten im Untergrund durchgeführt werden, um den Gebäudebestand und die Baugrube zu sichern. Fast auf den Tag vor einem Jahr konnte dann mit den Rohbauarbeiten zur Errichtung des Neubaus begonnen werden.

Fast 12 Millionen Euro vom Land

„Dass wir heute feiern können, ist eine starke Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Mein Dank gilt jenen, die dieses Bauprojekt auf den Weg gebracht haben und denen, die es nun täglich auf der Baustelle umsetzen. Wir könnten heute dieses Richtfest nicht begehen, ohne die Unterstützung des beteiligten Ministeriums, der Stadt Speyer und nicht ohne die große Leistung der Mitarbeiter unseres Krankenhauses und der beteiligten Baufirmen“, sagte Schell.

Das Land Rheinland-Pfalz fördert das neue Bettenhaus A2 mit rund 11,7 Millionen Euro. „Der Neubau des Bettenhauses ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Krankenhauses zum Wohle der Patienten. Durch das neue Bettenhaus wird die pflegerische Behandlung weiter verbessert“, betonte die rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Auch Stefanie Seiler dankte dem Land und der Krankenhaus-Stiftung: „Eine gute Gesundheitsversorgung kann mit Blick auf den demografischen Wandel und die kommenden Herausforderungen nur dann zukunftsfest gemacht werden, wenn wir heute die richtigen Schritte einleiten. Mit der Modernisierung und der Erweiterung der Pflegebereiche des Vincentius-Krankenhauses wird genau dies im Sinne der Speyerer Bürger getan.“

Mit der Realisierung der nächsten Stufe, dem Innenausbau, sind ab sofort Zug um Zug immer mehr Firmen auf der Baustelle für die verschiedenen Ausbaugewerke zu finden. „Trotz europaweiter Ausschreibungsvorgaben freut es uns, dass in vielen Bereichen regionale und auch Speyerer Firmen berücksichtigt wer-den konnten“, schloss Schell seine Rede.

Das Großprojekt „Neubau Bettenhaus A2“ soll Ende 2022 abgeschlossen sein. Doch schon heute laufen erneut Gespräche mit dem Land Rheinland-Pfalz zum Ausbau einer Station mit weiteren 37 Betten, denn ein weiteres Geschoss ist bereits vorbereitet. zg

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