Speyer

Rheinhafen Vierter Schiffsanleger seit über einem Jahr in Betrieb / Lohnenswerte Investition

Sicherheit für Kapitäne – Komfort für Passagiere

Archivartikel

Speyer.Neben anderen Bereichen lässt sich an der touristischen Entwicklung nachvollziehen, dass Speyer eine attraktive Stadt ist. In besonderer Weise gilt das für Besucher, die – meist für einen Kurzbesuch – mit Passagierschiffen anreisen.

Bis April vergangenen Jahres waren drei Anlegestellen für Fahrgastschiffe in Betrieb, mit denen die steigende Nachfrage jedoch nicht mehr abgedeckt werden konnte. Allein die Anlegestelle der Verkehrsbetriebe als Tochter der Stadtwerke am Flaggenmast war nach Angaben des Betreibers in der jüngeren Vergangenheit mit jährlich 240 bis 260 Anlegungen gut ausgelastet.

In diesem Jahr werden bis zu 270 Anlegungen erwartet. Die beiden anderen Anleger sind im Besitz der Viking-River-Cruises-Reederei, für die keine Zahlen vorliegen.

Das erhöhte Aufkommen führte bei den Verkehrsbetrieben zum Entschluss, eine vierte Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe einzurichten, die am 20. April 2017 im neuen Rheinhafen in Betrieb genommen wurde. Die Investition in Höhe von 860 000 Euro scheint sich zu lohnen, stützt die bisherige Entwicklung doch die Einschätzung des bulgarischen Kapitäns Alexander Kamenov, der an besagtem 20. April 2017 mit der MS Switzerland als erstes Passagierschiff an der neuen Anlegestelle vor Anker ging.

Mehr Touristen für die Stadt

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring meinte Kamenov seinerzeit, der neue Steiger ermögliche Schiffsführern ein sicheres Anlegen, den Passagieren eine schnelle Erreichbarkeit ihrer Wunschziele und die Stadt könne sich über höhere Liegegebühren und zusätzliche Kreuzfahrttouristen freuen.

Nach der MS Switzerland verbuchten die Verkehrsbetriebe in 2017 weitere 138 Anlegungen am neuen Steiger. Für das laufende Jahr rechnet der Betreiber mit circa 240 Anlegungen. Dass die Inbetriebnahme einer zusätzlichen Anlegestelle nötig war, lässt sich auch daran ablesen, dass die anderen drei Anlagestellen weiterhin gut ausgelastet sind.

Ferner machen die Verkehrsbetriebe darauf aufmerksam, dass bis zur Inbetriebnahme des neuen Steigers mit einer 22 Tonnen schweren und 27 Meter langen Brücke nur Schiffe bis zu einer Länge von 110 Meter in Speyer anlegen konnten. Jetzt ist das auch für 135 Meter lange Schiffe möglich. Hinzu kommt, dass die neuartige Hubbrückenkonstruktion je nach Wasserstand und Tiefgang der Schiffe entsprechend justiert werden kann.

An der Anlegestelle betreiben die Stadtwerke zudem ein Energieterminal. Sind die Schiffe vor Anker gegangen, ist die Besatzung vertraglich verpflichtet, am Terminal Landstrom zu beziehen und im Interesse des Klimaschutzes während der Liegezeit die Dieselmotoren abzuschalten.

Für ihre beiden Steiger stellen die Verkehrsbetriebe gleiche Gebühren in Rechnung, wobei die Preise nach Stunden gestaffelt sind. Die meisten Fahrgastschiffe haben nach Informationen der Stadtwerke-Pressestelle eine Liegezeit von zwölf Stunden, wofür 315 Euro zu zahlen sind.

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