Speyer

Vortrag Kunsthistoriker Dr. Hubach zum Dom-Ölberg

Skulptur im Kreuzgang

Archivartikel

Speyer.Im Vortagssaal der Volksbank Kur- und Rheinpfalz findet am Donnerstag, 5. April, 19 Uhr, das erste Wissenschaftliche Forum des Dombauvereins in diesem Jahr statt. Der Kunsthistoriker Dr. Hanns Hubach wird über das Thema „Olivetum Spirense – Gedanken zum Speyerer Ölberg“ referieren.

Der 1509 bis 1511 errichtete Ölberg war ein im Domkreuzgang als frei stehender Zentralbau errichtetes, etwa 15 Meter hohes Gebäude, in dessen Zentrum, verteilt über eine künstliche Felslandschaft, eine monumentale, vielfigurige Skulpturengruppe der Gefangennahme Christi aufgestellt war. Damit wurde eine der spektakulärsten Zierarchitekturen im Übergang vom Spätmittelalter zur Renaissance geschaffen. Auf der Grundlage der erhaltenen Partien und Figurenfragmente sowie der vor seiner Zerstörung entstandenen detaillierten Ansichten des Ölbergs verfolgt der Vortrag das Ziel, ein möglichst authentisches Bild von den ursprünglichen künstlerischen Qualitäten des Bauwerks und seines Skulpturenschmucks zurückzugewinnen. Seine Sonderstellung innerhalb der deutschen Architektur- und Kunstgeschichte wird dabei unmittelbar evident.

Die Aufarbeitung der literarischen Rezeptionsgeschichte, insbesondere der Urteile über die „atemberaubende“ Kunstfertigkeit der Bildhauer, ermöglicht ein tieferes Verständnis der ursprünglich von dem Bauwerk und seiner künstlerischen, liturgischen Inszenierung ausgehenden „performativ-theatralischen“ Reize, die bei Besuchern regelmäßig persönliche, oft emotionale Reaktionen ausgelöst haben. zg

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