Speyer

Konzert Französische Chansons und Indierock zum Abschluss von „Speyer.Kultur.Support.“

So klingt die Rebellion

Speyer.Zwei sehr unterschiedliche Konzerte werden das Streaming-Programm von „Speyer.Kultur.Support.“ aus der Stadthalle Speyer am letzten Juni-Wochenende beschließen, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters.

Am Freitag, 26. Juni, 20 Uhr spielt die Speyerer Band Vellocet das Konzert ohne Publikum Nummer zwölf live aus der Stadthalle. Am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr werden Almut Fingerle & Laurent Leroi im letzten Frühschoppe-Konzert einen stimmungsvollen Streifzug durch die Welt der französischen Chansons präsentieren. Insgesamt 78 000 Euro hat die vom Kulturbüro der Stadt Speyer organisierte Kampagne bisher mit Spenden und Online-Konzerten eingespielt, die in vollem Umfang der Speyerer Kulturszene zu gutekommen werden. Die Kampagne ist nachhaltig angelegt und soll auch nach der Sommerpause mit neuen Formaten fortgeführt werden.

Geprägt von der Jugend

Das Alternative Trio Vellocet in der Besetzung Mauritz Nagels (Gitarre und Gesang), Joshua Schwarz (Bass) und Roman Fischer (Schlagzeug) aus Speyer ist geprägt von der Jugend-Protestkultur der 1960er, 70er, 80er und 90er Jahre. Ihre Liveshows und die zwei Alben in Eigenproduktion versprühen den Sound der Rebellion. Die zweite CD „Drowning Flow“ wurde vergangenen Herbst veröffentlicht.

Das „Tough Magazine“ schreibt dazu: „Die Band ist bereits seit 2010 aktiv und hat sich in dieser Zeit etwas vom Hardcore-Punk der Anfangstage gelöst, um nun richtig coolen groovenden Alternative und Rock ’n’ Roll zu spielen, der sich auch durch die gute Stimme des Sängers auf die volle Laufzeit von knapp 47 Minuten, die sich auf zwölf Songs verteilen, entfaltet.“

Mit französischen Chansons von Almut Fingerle und Laurent Leroi wird das Streaming-Programm aus der Stadthalle Speyer am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr abgeschlossen.

Almut Fingerle hat zu Beginn ihrer Gesangsausbildung in Frankreich gelebt und zum Nachbarland eine besondere Affinität entwickelt. Sie wirkt in Oratorien, Messen, Kantaten, Liederabenden sowie Konzerten mit, ist Mitglied des Ensembles „La Rosa Enflorece“ und leitet unter anderem den Chor die „Chanso Nettes“ der Bibliothèque française de Spire.

Der Straßburger Akkordeonist Laurent Leroi wuchs im Elsass zwischen Valse, Musette und Chanson-Klassikern auf. Mit acht Jahren trat er ins Akkordeonorchester ein, spielte sich quer durch die französische Akkordeon-Literatur und hatte schon bald Unterricht bei Akkordeon-Guru Gilbert Veit. Mit achtzehn verschlug es ihn mit seinem Akkordeon in die Fußgängerzonen Mannheims und Heidelbergs.

Kontakte in der Musikerszene

Schnell knüpfte er Kontakte zur Musikszene im Rhein-Neckar-Delta, war lange Zeit Mitglied der Mardi Gras BB und Gründer der Coleumes, deren Spirit in der Band „les primitifs“ weiterlebt. Beide verbindet schon seit langer Zeit die Liebe zur Sprache und zur Musik Frankreichs. zg

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