Speyer

Energie Weiteres Solarstromprojekt auf den Weg gebracht

Strom vom eigenen Dach

Archivartikel

Speyer.Dank der Erfahrungen aus einem Forschungsprojekt mit dem japanischen Unternehmen Nedo haben die Stadtwerke Speyer (SWS) ein weiteres Mieterstromprojekt auf den Weg gebracht. Als Kooperationspartner wurde die Gemeinnützige Baugenossenschaft Speyer (GBS) gewonnen. Die stellte die Dachfläche eines Mehrfamilienhauses in der Danziger Straße 1 zur Installation von Solarmodulen zur Verfügung, über die die 32 Mietparteien ihren Strom zu 30 Prozent selbst erzeugen können.

Rund 50 000 Euro investierten die SWS in den Einbau der Anlage, die vom Energieversorger weiterhin betrieben wird. Die GBS, die die Fläche kostenlos überließ, erhält künftig jährlich 250 Euro, die den Rücklagen zugeführt werden können. Besonders die Mieter werden von der neuen Möglichkeit der Energienutzung profitieren. „Sie bekommen den Strom günstiger“, machte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring bei der Präsentation der Anlage deutlich und führte aus: „30 Prozent der bisherigen Kosten können alleine dadurch eingespart werden, dass der Strom nicht mehr aus dem Verteilernetz kommt.“

Beim Mieterstrom entfallen nämlich Kostenfaktoren wie Netzentgelte, Umlagen, Stromsteuer oder Konzessionsabgaben. Bühring wies darauf hin, dass die Stromversorgung in der Danziger Straße 1 komplett CO2-frei stattfindet. „Zum einen nutzen alle den Eigenstrom, zum anderen wird der restliche Bedarf über den Naturstrom gedeckt, den die SWS anbieten“, sagte der Geschäftsführer.

Erwähnenswert war für Bühring zudem die konkrete Einsparbilanz im Sinne der Klimaschutzziele durch den Einsatz der Photovoltaikanlage, die im Falle der Danziger Straße in Ost-West-Ausrichtung angebracht ist. Etwa 19 Tonnen Kohlendioxid können durch diese künftig vermieden werden. „Das ist ein kleines Wäldchen“, zog Bühring einen Vergleich.

Dem Thema Klimaschutz fühlt sich auch die GBS verpflichtet, wie der Geschäftsführer Ingo Kemmling unterstrich. Aus dem Grund habe sich sein Unternehmen als Projektpartner gerne den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. „Wir können uns vorstellen, das Projekt in Zukunft auszubauen“, schloss Kemmling weitere Umsetzungen des Mieterstrom-Modells nicht aus.

Im gesamten Netzgebiet der SWS liegt die Leistung sämtlicher PV-Anlagen aktuell bei rund 14 277 Kilowatt. Davon erzeugen die SWS-eigenen Anlagen mit einer Leistung von 3581 Kilowatt circa 3,22 Millionen Kilowattstunden Solarstrom. soda

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