Speyer

Geschäftsleben Künftig werden bei Haltermann Carless Produkte mit noch höherer Reinheit produziert

Tonnenschwere Behälter bilden neues Herzstück

Speyer.Die Domstadt am Rhein ist ein wichtiger Produktionsstandort für Haltermann Carless. Seit über 50 Jahren ist das Unternehmen dort ansässig und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung. Hinzu kommen zahlreiche externe Dienstleister aus der Region, die bei der Instandhaltung oder Realisierung von Projekten mitarbeiten. Der Betrieb ist ein international führendes Chemieunternehmen für die Herstellung von hochwertigen Kohlenwasserstoffspezialitäten und Lösemitteln. Die Produkte aus Speyer werden international in der Automobil-, Luftfahrt-, Agrar-, Pharma- und Elektronikindustrie sowie dem Energiesektor eingesetzt.

Das Unternehmen hat nun mit der Installation der beiden Reaktionsbehälter das Herzstück der neuen Hydrieranlage am Produktionsstandort installiert. Mit Hilfe von zwei Mobilkränen wurden die jeweils neun Meter hohen, zwei Meter breiten und 18 Tonnen schweren Behälter von oben in den bestehenden Stahlbau eingesetzt.

Neue Produkte werden möglich

Die beiden Reaktionsbehälter gehören laut Unternehmensangaben zu den wichtigsten Aggregaten der Hydrieranlage. Sie ermöglichen es, eine größere Vielfalt an Rohwaren zu verarbeiten und somit eine Produktpalette zu erzeugen, die über eine besonders hohe Reinheit verfügt, wie sie beispielsweise von der Pharma- oder Druckfarbenindustrie gefordert wird.

Auch neuartige Produkte möchte das Unternehmen zukünftig durch die neue Anlage auf dem Markt anbieten. Die Inbetriebnahme der jetzt installierten Anlage ist für Mitte des Jahres geplant.

Ab dann wird Rohware in die 20 Kubikmeter fassenden Reaktionsbehälter geleitet und dort bei einem Druck von rund 40 bar und einer Temperatur zwischen 100 und 200 Grad Celsius mit Wasserstoff gemischt und katalytisch umgesetzt so die Experten.

In einem Folgeprozess, der sogenannten Destillation, wird das flüssige Reaktionsgemisch in unterschiedliche Produkte aufgetrennt. Drei Sorten von Rohwaren werden zunächst in der neuen Hydrieranlage behandelt, heißt es seitens des Unternehmens: Pentane, die als Treibmittel in Isolationsmaterialien eingesetzt werden, Naphtha, das in etwa Rohbenzin entspricht, und Gasöl, das Diesel sehr ähnlich sei, so die Pressemitteilung. zg

Info: Mehr Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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