Speyer

Neuerscheinung Autoren Klaus Bümlein und Ludwig Burgdörfer widmen sich dem Sinn des Lebens

Trost in stiller Stunde

Speyer.„Weiterfragen“ – so lautet der Titel eines Buches, das im Spätjahr im Verlagshaus Speyer erschienen ist. Der Untertitel „In Glaube und Zweifel“ hat zwar nichts mit Corona zu tun, passt jedoch in eine Zeit, in der immer mehr Menschen immer öfter die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen. Autoren des Werkes, das Personen gewidmet ist, die mehr Fragen als Antworten haben, sind Oberkirchenrat im Ruhestand, Dr. Klaus Bümlein, der am Donnerstag, 14. Januar, seinen 78. Geburtstag feiert, und Dr. Ludwig Burgdörfer, der frühere Leiter des Missionarisch-Ökumenischen-Dienstes der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Mit einem Vorwort von Kirchenpräsident Dr. Christian Schad, Literaturhinweisen und Kurzbiografien der Autoren versehen, können sich die Leser auf vielfältige Fragen nicht nur der Bibel einlassen und sich dabei auf die Suche nach ihrer Beantwortung begeben. Warum die Verfasser sich diesem Thema widmeten, kann man auf der hinteren Umschlagseite des 176 Seiten umfassenden Werkes nachlesen. Dort heißt es auszugsweise: „Gewiss gibt es Fragen, die erfreuen und inspirieren. Aber wir wollten auch Fragen zulassen, die verwirren und festgefügte Lebenskonzepte ins Wanken bringen. Die dem Glauben zusetzen und zeitweise sprachlos machen.“ Gemeinsam ist den ganz unterschiedliche Glaubens- und Theologiewege gegangenen Autoren der Wunsch, selbst störende Fragen wichtig zu nehmen und auf der Suche nach dem vermissten Gott befindliche Zweifler willkommen zu heißen.

Verweise auf Bibeltexte

Das tun sie mit einem behutsamen Vortasten in drei übergeordneten Kapiteln, wobei „Gottes-Fragen“ im Kapitel A behandelt werden. Wie in den anderen Abschnitten werden Verweise auf Bibeltexte in Bezug gesetzt zu Fragen, die sich aus persönlichen Erfahrungen, Schicksalen oder der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ergeben. So wird auf Seite 47 die Frage gestellt: „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist?“ (Jeremia 22,23).

„Menschen-Fragen“ hingegen werden im Kapitel B aufgeworfen. Dort heißt es beispielsweise: „Warum hat Gott uns das angetan?“ (1. Mose 42,28), oder „Kümmert es dich nicht, dass wir untergehen?“ (Markus 4, 38). Weitere Anklänge in diesem Kapitel wie „Was sollen wir tun?“ und „Wie kann das geschehen?“ wecken ungewollt Gedanken an die derzeit grassierende Pandemie. Bleibt noch das Kapitel C mit „Jesus-Fragen“, das mit einem Bild des segnenden Christus im Kaiserchor der Gedächtniskirche beginnt. „Für wen haltet ihr mich?“ (Matthäus 16,15), „Warum weint ihr?“ (Markus 5,39), „Was sucht ihr?“ (Johannes 1,38) lauten hier Fragen, die mit der vorletzten Frage „Wollt ihr auch weggehen?“ (Johannes 6,67) ausklingen.

Ein Fazit, wie es ihnen selbst auf ihrem Fragen-Weg ergangen ist, ziehen die Autoren mit einem mehrseitigen Dialog am Ende des Buches, das als theologisch und gesellschaftlich fundiert geschriebenes Werk in besinnlichen Stunden Trost und Hilfe sein kann.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional