Speyer

Schule für Ergotherapie Vorbereitung und Abschluss unter besonderen Bedingungen

Verwandte werden für Prüfung zu Patienten

Archivartikel

Speyer.Die Corona-Pandemie hat vieles auf den Kopf gestellt. So auch die Abschlussprüfung der Auszubildenden der Schule für Ergotherapie Speyer. Doch Schulleitung und Lehrkräfte überzeugten mit einem außergewöhnlichen Prüfungskonzept, heißt es in einer Pressemitteilung.

Schon in der dreijährigen Ausbildung zum Ergotherapeuten mussten die acht Auszubildenden immer wieder eine hohe Flexibilität beweisen – insbesondere in den letzten Monaten während der Corona-Pandemie. Am Ende war dies jedoch auch eine sehr gute Vorbereitung für ihr Examen. Während die schriftlichen und mündlichen Prüfungen unter den geltenden Hygienevorschriften analog der letzten Jahre absolviert werden konnten, brauchte es für die praktische Prüfung ein neues Konzept. Aus Sicherheitsgründen war die Behandlung eines realen Patienten im Sankt Vincentius Krankenhaus oder im Krankenhaus Zum Guten Hirten nicht möglich.

Trotz jahrelanger Routine bei den Abschlussprüfungen fühlte sich vieles in diesem Jahr neu an – auch für die Lehrkräfte der Schule für Ergotherapie Speyer. Die Prüfungssituation sollte möglichst realistisch, patienten-/ klientenorientiert und prozessorientiert stattfinden. Schulleitung und Lehrkräfte fanden dafür die passende Lösung: Zuerst wurden in Fallbeispielen verschiedene Patientensituationen verschriftlicht. Sie dienten den Auszubildenden als Grundlage für die Erstellung des Prüfungsberichtes über die ergotherapeutische Befunderhebung, die Behandlungsplanung und deren Durchführung. Daran angeknüpft filmten die Prüflinge diese geplante ergotherapeutische Behandlung mit einer Person aus dem eigenen Haushalt.

Verena Klinkner, Schulleiterin der Schule für Ergotherapie, zeigte sich begeistert: „Es sind unglaublich tolle und auch realistische Behandlungsfilme entstanden!“ Im abschließenden Prüfungsgespräch konnten alle angehenden Ergotherapeuten überzeugen und fanden auf die Fachfragen der Prüfungskommission die richtigen Antworten.

„Tollste Beruf der Welt“

Rückblickend sind sich alle Auszubildenden der Schule für Ergotherapie Speyer einig: Sie hatten in den letzten Jahren viel Spaß zusammen, haben neue Freunde gefunden und starten nun gut gerüstet in den „tollsten Beruf der Welt“.

Innerhalb einer kleinen Feier wurden von Verwaltungsdirektor Bernhard Fischer und Schulleiterin Verena Klinkner die Zeugnisse und Berufsurkunden verteilt. Mit Abstand die Besten waren Jannika Borgwardt, Philipp Göbel, Saskia Heeß, Eva Jung, Verena Keller, Ibrahim Köse, Angel Mumford und Vanessa Ritthaler. zg/ab

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