Speyer

Kulturhof Flachsgasse Künstler hoffen auf Eröffnung in der Galerie im Dezember

Virtuelle Tour durch die Gedenkausstellung

Archivartikel

Speyer.Geschäftiges Treiben hinter verschlossenen Türen war dieser Tage im Kulturhof Flachsgasse zu beobachten. Niemals aufgeben und an eine bessere Zukunft glauben, das scheint die Devise dreier Künstler zu sein, deren Ausstellung in der Städtischen Galerie am Freitag, 6. November, hätte eröffnet werden sollen. Obwohl die Schließung aller Speyerer Kultureinrichtungen ab Montag, 2. November, bereits bekannt war, haben Rupert Eder aus Dießen am Ammersee, Ivo Ringe aus Köln und Jo Schöpfer aus Berlin die zunächst bis 6. Dezember angesetzte Ausstellung „Trio“ in den vergangenen Tagen komplett aufgebaut.

Sie hoffen nun, das die Werkschau mit farbigen, zwischen minimalistischen und komplexen Strukturen und Formen oszillierenden Ölbildern von Eder, einer geometrischen und auf wenige Elemente reduzierten Bildsprache von Ivo Ringe, sowie den sich häufig an der Grenze von Bildhauerei und Architektur bewegenden Objekten, Reliefs und Wandarbeiten aus Bronze, Glas und eloxierten Aluminiumtafeln von Jo Schöpfer, wenigstens ab Dezember zu sehen sein werden. Sollte dies der Fall sein, wird unsere Zeitung mit einer ausführlichen Vorschau darauf hinweisen.

Detaillierter Blick

Auch im Obergeschoss des Speyerer Kulturtempels hat sich was getan. Die dort am Freitag, 30. Oktober, beim Kunstverein eröffnete Gedenkausstellung für den Kunsthistoriker Professor Dr. Herbert Dellwing (wir berichteten) sollte ursprünglich bis Sonntag, 15. November, dauern, war aber wegen der neuen Corona-Bestimmungen nur am Eröffnungswochenende zu sehen. Das hat Vereinsmitglied Michael Lauter nicht ruhen lassen. Das Ergebnis seiner Überlegungen ist ein großartiges Video, gefüllt mit Informationen über die Ausstellung und abrufbar über die Homepage www.kunstverein-speyer.de.

Professionell gestaltet, startet das mit einem Soundtrack von Tom Bußjäger unterlegte Video mit einführenden Worten des Vereinsvorsitzenden Klaus Fresenius. Mehrere Kameraschwenks vermitteln einen detaillierten Überblick über die ausgestellten Kunstwerke und wissenschaftlichen Publikationen. Ebenfalls zu Wort kommt Witwe Julia Dellwing, die im Zwiegespräch mit Fresenius den künstlerischen Ansatz ihres verstorbenen Mannes erläutert. Die virtuelle Werkschau dauert etwa sieben Minuten.

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