Speyer

Ratssaal Fachkräfte vernetzen sich und lernen Angebote kennen

Wie Jugendliche Medien nutzen – und was sie lernen

Speyer.Fachkräfte aus 50 verschiedenen Speyerer Institutionen kommen am Donnerstag, 8. November, im Historischen Ratssaal zusammen, um sich mit den Aspekten des Medienkonsums von Kindern, Jugendlichen und in Familien sowie der Medienpädagogik auseinanderzusetzen. Erstmalig ist an der Vorbereitung die städtische Koordinierungsstelle Familienbildung beteiligt, um den Kreis der Fachdienste zu erweitern. Umrahmt wird der Fachtag mit einem Film- und Diskussionsabend am morgigen Mittwoch um 19 Uhr, zu dem Jugendliche, Eltern und Fachkräfte eingeladen sind, und einem Elterninformations- und Gesprächsabend am 19. November um 18 Uhr in der „Q+H Quartiersmensa“ mit dem Medienpädagogen Martin Hügel der Nidro Jugend- und Suchtberatung.

Die Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen, der Frühen Hilfen, der Gesundheitshilfe wie Ärzte, Hebammen, Psychologen, Mitarbeitern im Jobcenter, Polizei und anderen Fachdiensten, die mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien arbeiten, nutzen die Netzwerkkonferenz zum interdisziplinären Austausch und zur Vernetzung, um die Angebote und Hilfen an die Lebenslagen und Bedarfe ihrer Zielgruppen aufeinander abzustimmen.

Zur Vorbereitung haben sich die Arbeitskreise Frühe Hilfen und Familienbildung mit den Anforderungen und Chancen bei der Kommunikation mit digitalen Medien im beruflichen Alltag befasst. Das rheinland-pfälzische Landeskinderschutzgesetz trat vor zehn Jahren in Kraft und legte den Grundstein für den Aufbau der interdisziplinären lokalen Netzwerke zur Stärkung der Kooperation der unterschiedlichen Berufsgruppen, um frühzeitig Belastungen in Familien wahrzunehmen und ihnen zum Wohl der Kinder rechtzeitig zu begegnen.

Studien zur Nutzung im Blick

Die Netzwerkkonferenz beginnt mit der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse der FIM- und KIM-Studien zu Mediennutzung und Kommunikationsverhalten in Familien und bei Kindern durch Theresa Reutter vom medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest.

Im Anschluss beschäftigen sich die Teilnehmenden in acht Workshops mit den Fragen des Umgangs von Jugendlichen mit Medien, der Bedeutung des Vorlesens, den Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit mit Tablets in Kindertagesstätten und Schulen, mit Praxisbeispielen zur Medienerziehung, den neuen Trends im Umgang mit dem mobilen Internet bei Jugendlichen und damit verbundenen strafrechtlichen Aspekten, aber auch mit Mediensucht und Hilfestellungen aus medizinischer Sicht und einem Kreativangebot, in dem selbst eine Trickfilmsequenz gestaltet wird. zg

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