Speyer

Geschäftsleben Erneut Zufriedenheit bei Vertreterversammlung der Volksbank Kur- und Rheinpfalz

„Wir haben unsere Marktstellung ausgebaut“

Speyer.Fast hätte sich Reinhard Oelbermann bei den Anwesenden entschuldigt, dass er bei der Vertreterversammlung der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in der Stadthalle nichts Neues im Vergleich zum Vorjahr verkünden konnte: „2017 war ein hervorragendes Jahr. Wir, die Volksbank, waren erfolgreich,“ sagte er. Angesichts von nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen in der deutschen Bankenwirtschaft vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik sei dies besonders bemerkenswert.

Vorstandssprecher Rudolf Müller berichtete den 287 stimmberechtigten Delegierten und zahlreichen weiteren Gästen von einem überdurchschnittlichen Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft, einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals (auf nunmehr knapp 364 Millionen Euro) und einer bestens geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: „Ihre Bank ist kerngesund“, strahlte Müller und freute sich: „Wir haben unsere Marktstellung ausgebaut.“

Steigerung der Kundeneinlagen

Die Bilanzsumme sei 2017 um 150,2 Millionen auf 3282,4 Millionen Euro gestiegen. Das Geschäftsvolumen habe sich um 139,1 Millionen Euro auf 3374,6 Millionen Euro erhöht. Das Wachstum werde von einer deutlichen Steigerung der Kundeneinlagen in Höhe von 113,9 Millionen Euro getragen. Und auch im Kundenkreditgeschäft weise die Volksbank Kur- und Rheinpfalz ebenfalls überdurchschnittliche Zuwächse auf: „So konnten wir im Ergebnis das Geschäftsjahr 2017 mit einem neuen Spitzenwert von 700 Millionen Euro Neukreditvolumen abschließen“, erklärte der Vorstandssprecher.

Lob für Mitarbeiter

Das alles sei vor allem der „hohen Kompetenz und Leistungsbereitschaft“ der 550 Mitarbeiter an den 38 Standorten zu verdanken, zollte Rudolf Müller seinem Team großes Lob. Der Erfolg sei auch das Ergebnis einer Kontinuität in der persönlichen Beratung. „Wir nehmen unsere Verantwortung in der Beratung ernst und wir beraten so, dass wir unseren Kunden jederzeit in die Augen schauen können.“ Der bereits vor Jahren eingeschlagene Weg der kontinuierlichen Eigenkapitalstärkung aus dem laufenden Ergebnis der Geschäftstätigkeit wurde auch in diesem Jahr verfolgt. „Wir können 27 Millionen frisches Eigenkapital zuführen“, berichtete der stellvertretende Vorstandssprecher Dirk Borgartz. Der Jahresüberschuss werde auch wieder dazu genutzt, eine Dividende an die Mitglieder der Volksbank auszuschütten. Die vom Vorstand vorgeschlagenen 4,5 Prozent (wie im Vorjahr) wurden auch einstimmig angenommen. Das gute Ergebnis dokumentierte auch die gesetzliche Prüfung, über deren Ergebnis der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Ketschs Bürgermeister Jürgen Kappenstein, berichtete.

Auch für die Zukunft müsse niemandem bange sein, die Tendenz im laufenden Jahr sei weiter erfreulich und die Prognoserechnung zeichne laut Vorstandssprecher Müller ein ähnlich positives Bild: Die Neukreditvergabe sei steigend, der Kreditbestand weiter auf hohem Niveau, der Zinsüberschuss stabil und die Risikolage entspannt.

Bei zukünftigen Investitionen in die eigene Infrastruktur wird der Schwerpunkt auf badischer Seite liegen, kündigte Rudolf Müller an: In Neulußheim soll der neue Standort im September eingeweiht werden, in Oftersheim beginne der umfassende Umbau im Dezember. Und auch in der Regionaldirektion Schwetzingen werde der Kundenbereich „schicker, zeitgemäßer und schöner“.

Weiter Begleiter vor Ort

Denn bei aller zunehmenden Digitalisierung und den damit verbundenen Herausforderungen werde die Volksbank Kur- und Rheinpfalz für die Kunden weiter der vertrauensvolle Begleiter vor Ort sein: „Wir bleiben als Regionalbank in der Fläche erhalten“, versprach Rudolf Müller. Und ein zweites Versprechen folgte im Hinblick auf weitere Fusionen oder Kooperationen: „Der Dom und der Sitz der Bank bleiben in Speyer.“

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