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Eiskunstlauf: 20-jährige Starterin vom Mannheimer ERC visiert bei den Europameisterschaften eine Platzierung unter den besten Zehn an

Nur eine Erkältung macht Weinzierl Probleme

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 27.01.2015

Von unserer Mitarbeiterin Sibylle Dornseiff

Nathalie Weinzierl bei den Deutschen Meisterschaften 2015 in Stuttgart beim Kurzprogramm. Am Ende wurde die Mannheimerin Zweite.

© dpa

Mannheim. Vor zwei Jahren wurde Eiskunstläuferin Nathalie Weinzierl bei den Europameisterschaften Neunte, vergangenes Jahr Achte, die Top Ten sind auch das Ziel, wenn sie am kommenden Donnerstag bei der EM 2015 in Stockholm erstmals auf das Eis geht. "Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mindestens Siebte zu werden. Aber ich bin zurzeit ziemlich erkältet und hoffe, dass ich mich schnell erhole", fühlt sich die 20-Jährige vom Mannheimer ERC noch beeinträchtigt.

Rückenprobleme ausgestanden

Die Rückenprobleme, die ihr die erste Saisonhälfte vermasselten, sind mittlerweile ausgestanden. "Ich konnte nach den deutschen Meisterschaften Mitte Dezember wieder voll trainieren, war auf einem guten Stand und lief meine Programme schon wieder deutlich sicherer als noch bei der DM. Doch ich kann es noch besser", ärgert sich die Sportstipendiatin der Uni Mannheim ein bisschen, dass sie auf den letzten Schliff verzichten musste. "Ich habe keine Antibiotika genommen, denn dann hätte ich ja gar nicht trainieren können. Aber reduzieren musste ich schon", hält sie sich mit homöopathischen Mitteln, Vitamin C und "allem, was sonst erlaubt ist" über Wasser. "Ich kontrolliere jedes Medikament selbst", will sie nichts riskieren.

Nathalie Weinzierl

Nathalie Weinzierl wurde am 8. April 1994 in Saarbrücken geboren, lebt in Frankenthal, studiert als Sportstipendiatin Wirtschafts-Jura an der Uni Mannheim und startet seit 2001 für den MERC Mannheim. Ihre Trainer sind ist Peter Sczypa (Chef) und Francesca Cotogni.

Größte Erfolge: DM-Silber 2015, DM-Gold 2014, EM-Achte 2014, Olympiateilnahme 2014 (18.), 12. bei WM 2014. Internationale PB: 167,72 P. (WM 2014), nationale PB: Deutscher Rekord 175,31 P. (DM 2014).

Die EM findet vom 26. Januar bis 1. Februar in Stockholm statt. Der Damenwettbewerb ist am 29. und 31. Januar.

Weitere Termine: Universiade 4. - 14. Februar (Granada/Spanien), WM 23. - 29. März (Shanghai). sd

Einen kurzfristigen Schuhwechsel bekam sie in den Griff und nach der letzten Semesterklausur hat sie den Kopf nun frei, in Stockholm anzugreifen. "Bisher lag mein Schwerpunkt auf BWL, das war meine erste Prüfung in Zivilrecht", glaubt die Wirtschaftsjura-Studentin, dass sie "ganz gut" abgeschnitten hat.

Zusammen mit ihren Eltern, ihrem Trainer Peter Sczypa und dessen Frau fliegt sie heute in die schwedische Metropole und freut sich auf die Wettbewerbe am Donnerstag (Kurzkür) und Samstag (Kür). "Das Kurzprogramm wird keine Probleme machen und bis zur Kür habe ich ja dann noch etwas Zeit, mich weiter zu erholen", hofft sie, dass bis zum Wochenende die Kondition für die verlangten vier Minuten reicht.

Die klaren Titelfavoritinnen sind für Weinzierl die beiden jungen Russinnen Elena Radionova und Elizaveta Tuktamysheva, die 2014 bei der Junioren-WM dominierten. Aber sie rechnet auch mit den Schwedinnen Joshi und Viktoria Helgesson ("die werden ihren Vorteil als Lokalmatadorinnen nutzen") oder den zwei französischen Starterinnen.

Nicht qualifiziert hat sich die in Berlin trainierende Mannheimerin Sarah Hecken als DM-Vierte - sie ist zweite Ersatzläuferin. Für die Universiade ab 4. Februar in Spanien ist sie wie Weinzierl nominiert.

Sie selbst will auf jeden Fall ihre DEU-Konkurrentin Nicole Schott (Essen) in Schach halten, die bei den "Deutschen" noch vom Trainingsrückstand der Mannheimerin profitierte. Denn zwischen den beiden deutschen Läuferinnen geht es um nur ein Ticket für die Weltmeisterschaften. Und die sind Weinzierls übernächstes Ziel. Zuvor kommt noch ihr Debüt bei der Universiade im spanischen Granada.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 27.01.2015
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