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Das Ziel: Endlich mehr Konstanz

Landesliga Odenwald: Nach dem Abgang mehrerer Stammspieler steht bei der Viktoria der Teamgedanke im Vordergrund

Roman Ratter steht vor seiner ersten kompletten Saison als Trainer der SV Viktoria Wertheim. Ratter hatte die Viktoria in der vergangenen Saison nach dem fünften Spieltag aufgrund des Rücktritts von Daron Guelyan übernommen und führte das Team auf den achten Platz. „Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn wir gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht die Punkte liegen gelassen hätten“, so Ratter.

Der Spielertrainer wird an der Seitenlinie von Anton Ochs unterstützt, der nach dem Auskurieren seiner Verletzung ebenfalls wieder auf dem Spielfeld zu finden sein wird. Somit wird die SV Viktoria voraussichtlich ab der Rückrunde mit zwei Spielertrainern agieren.

Mit der Entwicklung der Mannschaft zeigte sich der 33-jährige Ratter zufrieden: „Besonders nach der Winterpause war der Teamgedanke verbessert und wir waren eine stärkere Einheit.“

Allerdings mussten die Wertheimer in der Sommerpause mehrere Abgänge verschmerzen, die allesamt in der letzten Runde zum Stammpersonal zählten. Unter anderem verließen Umut Baytekin (Türkgücü Wertheim) und Slava Bauer (zurück zu Alemannia Haibach), der jahrelange Oberliga-Erfahrung vorzuweisen hatte, die Viktoria. Besonders schwer wiegt der ein oder andere Abgang deshalb, weil er erst kurz vor dem Trainingsstart über die Bühne ging. Somit war es für die Verantwortlichen der Viktoria beinahe unmöglich, innerhalb kürzester Zeit adäquaten Ersatz zu finden. Diese Verluste sollen zum einen von Jugendspielern und Akteuren der zweiten Mannschaft aufgefangen werden, die nach und nach an die Landesliga-Mannschaft herangeführt werden sollen. Zum anderen schloss sich Kevin Winzenhöler der SVV an, der als „mannschaftsdienlicher Spieler“ (Ratter) auf Trefferjagd gehen soll. Seine Torgefahr stellte Winzenhöler in der vorigen Saison beim Landesliga-Rivalen SV Nassig unter Beweis, für den er in 18 Spielen neun Treffer erzielte. Neben ihm kann man bei der SV Viktoria auch auf Burak Aksit zählen, der in seiner Premieren-Saison für die Wertheimer gleich 14 „Buden“ machte. Außerdem steht mit Stefan Ochs ein junger Spieler auf der Torwart-Position bereit, von dem Ratter überzeugt ist, „dass er viele Spiele macht“.

„Klassenerhalt“

Eine konkrete Zielsetzung gibt es bei den Bestenheidern nicht, der sichere Klassenerhalt ist aber das Mindestziel. Zudem will die SVV nach 68 Gegentoren in der Vorsaison in der neuen Runde konstantere Leistungen in der Defensive bringen. So standen beispielsweise starken Spielen wie beim 1:1 gegen den späteren Meister FV Lauda auch besonders schwache Auftritte gegenüber, wie etwa die 0:8-Niederlage gegen Türkspor Mosbach. Das war aber auch der taktischen Neuausrichtung der Mannschaft geschuldet, so dass man immer wieder einmal Lehrgeld zahlte. Doch nach der Findungsphase wurde es in der Rückrunde besser. Darauf will die SV Viktoria aufbauen. Um erfolgreich zu sein, steht der Teamgedanke im Vordergrund. Ratter: „Wir wollen als Team agieren und als Mannschaft zusammenwachsen.“