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Terror CDU-Minister Peter Beuth will Maßnahmen prüfen

Dauerhafter Schutz der Innenstädte

Wiesbaden.Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU/Bild) hat wegen der unvermindert hohen Terror-Bedrohungslage einen besseren permanenten Schutz für Innenstädte angemahnt. Die europaweiten Anschlagsmuster der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass nicht nur Feste oder Konzerte Ziel terroristischer Angriffe gewesen seien, sagte Beuth gestern in Wiesbaden. Der sogenannte Islamische Staat (IS) rufe zu Anschlägen mit einfachen Mitteln auf, „und es geht leider darum, möglichst viele Menschen zu ermorden. Deshalb müssen wir in Deutschland über dauerhafte Schutzmaßnahmen für unsere Innenstädte nachdenken“.

Versenkbare Poller oder Sperren, effektive Videoüberwachung an neuralgischen Stellen sowie eine Straßenführung und Bauplanung, die potenzielle Anschlagsszenarien berücksichtigt, seien Maßnahmen, die in der Summe das Sicherheitsniveau erhöhen könnten. „Wir müssen unsere Innenstädte nicht zu Festungen umbauen“, sagte der Minister. „Wir werden bestehende Schutzmaßnahmen auf den Prüfstand stellen und gemeinsam mit den Entscheidungsträgern vor Ort unser Sicherheitsniveau erhöhen.“

Mehr Polizeiberatungen geplant

Beuth kündigte an, dass das polizeiliche Beratungsangebot für Städte erweitert werde. Zudem werde das Land die Kommunen bei der Beantragung von Geldern der Europäischen Union unterstützen. Eine Landesinitiative zur Unterstützung der Kommunen soll dies laut Beuth unterstützen. Der Innenminister betonte, dass die Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen auf einem hohen Niveau seien. „Wir werden keine absolute Sicherheit erreichen, aber wir müssen für einen bestmöglichen Schutz sorgen“. lhe (Bild: dpa)