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Genuss Großes Risiko für Winzer / Lese nicht vor Januar

Dem Eiswein ist’s zu warm

Oestrich-Winkel.Der Winter hat seit dem Wochenende Hessen fest im Griff – doch für Eiswein ist es noch lange nicht kalt genug. Eiswein könne erst bei minus sieben Grad gelesen werden, sagte der Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, Peter Seyffardt. Die Kälte muss auch über eine gewisse Periode anhalten, da die Trauben beim Keltern noch durchgefroren sein müssen.

In Hessens größtem Weinbaugebiet gibt es keine genauen Zahlen über die Eisweinernte, da dies nur einzelne Winzer machen. Für jeden sei es ein Risiko, die Trauben im Weinberg am Stock monatelang stehenzulassen, sagte Seyffardt. In der Regel würden die dafür notwendigen Minustemperaturen – wenn überhaupt – nicht vor Januar erzielt. Ohnehin müssten die Winzer in diesem Jahr einen Verlust bei der Produktion von Trauben und Wein von etwa 15 Prozent verkraften. Im Rheingau wird Wein auf insgesamt rund 3200 Hektar angebaut. lhe