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Schweden Dirk Nowitzki drückt Martin Olsson die Daumen

Der größte Fan ist der Schwager

Gelendschik.Der berühmteste Fan von Martin Olsson (Bild) drückt dieses Mal ein paar tausend Kilometer entfernt die Daumen. „Wir haben natürlich jedes Schweden-Spiel angeschaut und uns riesig gefreut, als er im letzten Spiel eingewechselt wurde“, berichtete Basketball-Superstar Dirk Nowitzki. „Meine Frau und die Kids haben immer ihre Olsson-Trikots an“, sagte der 40-Jährige, mit Blick auf seinen Schwager.

Anders als vor zwei Jahren bei der Fußball-EM in Frankreich reist Nowitzki in diesen Tagen nicht nach Russland, um seinen Verwandten vor Ort zu unterstützen. Dabei hätte es Martin Olsson absolut verdient, steht der Bruder von Nowitzkis Frau Jessica mit Schweden bei der WM doch im Viertelfinale, wo heute in Samara England der Gegner ist.

Trubel in der WhatsApp-Gruppe

„Er ist ein großer Fußball-Fan, deshalb wird in unserer Familie sehr viel über Fußball gesprochen“, sagt Olsson über Nowitzki. Rund um das Vorrunden-Spiel zwischen Deutschland und Schweden ging es in der WhatsApp-Gruppe der Familie daher hoch her.

Ein begeistertes „Toniiiiiiiiiii“, twitterte Nowitzki nach dem Last-Minute-Sieg der deutschen Mannschaft durch das Freistoßtor von Toni Kroos. Danach gab es aber auch tröstende Worte für Olsson, der in der Partie in Sotschi nicht zum Einsatz kam.

Während die deutschen Fußballer inzwischen aber längst im Urlaub sind, lebt Olsson mit den Schweden seinen WM-Traum weiter. Im Achtelfinale gegen die Schweiz kam der 30 Jahre alte Verteidiger erstmals im Turnier zum Einsatz und machte auf der linken Seite gleich viel Dampf. Einen Konter vertändelte Olsson noch etwas leichtfertig, doch dann forcierte er mit seiner Schnelligkeit die Rote Karte des Schweizers Michael Lang.

Und nun also England. Das Land, in dem er seit Januar 2006 Fußball spielt. „Natürlich ist das ein spezielles Spiel. Ich lebe jetzt fast 13 Jahre da und kenne sehr viele von den Jungs aus der Premier League“, sagte Olsson. Von seinem Heimatclub Högaborgs BK war er mit 17 Jahren zu den Blackburn Rovers gewechselt, wo er 2007 bereits sein Debüt in der Premier League feierte. Über Norwich City ging es für Olsson dann zu Swansea City.

Olssons Zukunft ist ungewiss, die WM ist für ihn eine Chance. „Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, wir werden sehen, was passiert“, sagte Olsson, der wegen der kenianischen Wurzeln seiner verstorbenen Mutter nicht wie ein typischer Schwede aussieht. „Ich bin sehr stolz auf meine Herkunft“, sagt Olsson, dem deshalb auch in Kenia kräftig die Daumen gedrückt werden. dpa