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Gegen den Fluch des zweiten Jahres

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Landesliga Odenwald: Der FC Grünsfeld setzt auf ein motiviertes Spielertrainer-Duo mit höherklassiger Erfahrung

Äußerst turbulent verlief die Landesliga-Runde für den Aufsteiger FC Grünsfeld, der nach einem Trainerwechsel das Ruder herumreißen musste und sich in der Winterpause dank weiterer Verstärkungen so stabilisierte, dass zum Schluss doch noch der Klassenerhalt geschafft wurde.

Es war Mitte März, als alle Zuschauer im Nachbarschaftsduell des FC Grünsfeld beim TSV Tauberbischofsheim mit einem 2:2-Unentschieden rechneten, bis dann Chris Moschüring mit einem sehenswerten Fallrückzieher den 3:2-Siegtreffer für die abstiegsbedrohten Grünsfelder erzielte. Vielleicht eine Schlüsselszene, denn mit dem 22. Spieltag löste sich der FC vom vorletzten Tabellenplatz und gewann alle weiteren sechs Heimspiele zum Teil recht deutlich; so hielt er dank dieser 18 Pluspunkte hauchdünn die Liga. Ohne die Verpflichtung von Chris Moschüring und von Vedran Celiscak zur Winterpause wäre das Abenteuer Landesliga nach einem Jahr wohl wieder zu Ende gewesen.

In diese Bredouille möchte der FC möglichst nicht mehr kommen und jetzt den Grundstein legen, um wieder zu einer festen Größe in der Landesliga zu werden. Wie der FV Lauda mit Marcel Baumann und Dominik Gerberich in der benachbarten Eisenbahnerstadt schenkt jetzt auch der FC Grünsfeld mit Stephan Braun und Chris Moschüring einem jungen Spielertrainer-Duo das Vertrauen; gemeinsam holte das miteinander befreundete Trainer-Quartett zu Verbandsliga-Zeiten für den FV Lauda mehr als einmal auf dem Rasen die Kastanien aus dem Feuer.

An Erfahrung verloren

Jetzt geht es um nichts anderes als um den Klassenerhalt im „verflixten“ zweiten Jahr nach dem Aufstieg der Grünbachtaler in die Landesliga. Aufgrund der Abgänge so erfahrener Spieler wie Christoph Schenk und Vedran Celiscak kann es nur von Vorteil sein, wenn Moschüring und Braun auf dem Spielfeld mitwirken, taktisch die Fäden ziehen und der jungen Mannschaft wertvolle Impulse verleihen können.

Hinsichtlich der Trainingsschwerpunkte ist das Aufgabenfeld des Duos klar abgegrenzt. Weil der Kader mit sechs Neuzugängen, darunter Christoph Markert aus der eigenen U19, in der Breite verstärkt wurde, erweitert sich auch der Spielraum für Einwechslungen.

Moschüring und Braun vertrauen auf eine identische Spielphilosophie, die von Anfang an Früchte tragen soll. Voller Trainingseinsatz und ein motiviertes Auftreten ihrer Schützlinge sind die besten Voraussetzungen, um sich für den Einsatz in der Startelf zu empfehlen. Beide Trainer zeigen sich überzeugt, mit homogenen, in sich gefestigten Auftritten möglichst rasch die „Schallgrenze“ von 40 Punkten zu erreichen, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Deshalb ist es für sie wichtig, den Start in die Runde nicht zu verschlafen, denn das Programm in den ersten Wochen hat es in sich.