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Anreise Michael Strohfeldt umsorgt die Nationalspieler

Mannheimer Beistand über den Wolken

Frankfurt/Moskau.Vor vier Jahren brachte er den WM-Pokal aus Rio de Janeiro mit nach Hause in die Hauptstadt Berlin – gestern war der Mannheimer Michael Strohfeldt wieder als Flugbegleiter mit an Bord, als der Airbus A321 der Lufthansa mit der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland abhob.

„Man kennt sich und man schätzt sich“, berichtete der dreifache Familienvater aus Neckarau auf dem zweieinhalbstündigen Flug zum Moskauer Flughafen Wnukovo von durchweg angenehmen Erfahrungen mit Bundestrainer Jogi Löw und seinen Jungs. Neunmal betreute Strohfeldt das Team des Weltmeisters bereits auf Flügen zu Auswärtsspielen und Turnieren, mit dem FC Bayern war er zudem auf China-Tour unterwegs. Die Rückkehr mit den Weltmeistern vor vier Jahren war allerdings ein besonderer Höhepunkt in der beruflichen Laufbahn des Quadratestädters. Die Titelseite dieser Zeitung vom 16. Juli 2014 hat sich Strohfeldt natürlich sorgfältig aufgehoben und später von Kapitän Philipp Lahm und Thomas Müller signieren lassen.

Für das Projekt Titelverteidigung in Russland ist der 48-Jährige optimistisch. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass die Jungs das packen und drücke die Daumen, dass wir wieder Weltmeister werden“, sagte der Flugbegleiter aus Mannheim. Den WM-Pokal mit nach Hause fliegen wird Strohfeldt diesmal allerdings nicht. Im Fall eines erneuten deutschen WM-Triumphs übernimmt eine A-350-Besatzung der Lufthansa aus München, nur bei einem früheren Ausscheiden des DFB-Teams wäre der ehemalige Schüler des Moll-Gymnasiums auf der Rückreise mit an Bord. Aber viel lieber wäre es Strohfeldt natürlich, die deutsche Auswahl flöge am 16. Juli ohne ihn, aber mit dem Pokal im Gepäck, in die Heimat zurück.